Bauer im Visier von Peta

Dschungelcamp-Eklat: Patrick Romer wird für Tierquälerei abgestraft

Der „Bauer sucht Frau“-Star wird für einige Aktionen im Dschungelcamp gerügt. Auch RTL wird von der Tierschutzorganisation Peta kritisiert.

Author - Julia Nothacker
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Patrick Romer im Dschungelcamp 2026
Patrick Romer im Dschungelcamp 2026RTL

Im Dschungelcamp sorgte „Bauer sucht Frau“-Star Patrick Romer (30) für jede Menge Ärger – und zwar nicht wegen Zoff mit den Mitcampern, sondern wegen seines Umgangs mit Tieren. Nun hat die Tierschutzorganisation Peta reagiert und dem Reality-Star einen deftigen Negativ-Preis verpasst.

Patrick Romer kassiert Peta-Negativpreis für schockierende Dschungelcamp-Szenen

Was viele Zuschauer verärgerte, zieht jetzt offizielle Konsequenzen nach sich: Peta zeichnet Patrick Romer im Januar mit dem Negativ-Titel „Speziesismus des Monats“ aus. Grund sind Szenen, die im Camp einen Regelverstoß darstellten.

Romer zertrat Insekten, warf mindestens eines lebendig ins Feuer und sagte: „Es gibt Nützlinge und es gibt Schädlinge. (…) Nützlinge werden am Leben gelassen und Ungeziefer tötet man.“

Patrick Romer polarisierte wegen seines Umgangs mit Tieren.
Patrick Romer polarisierte wegen seines Umgangs mit Tieren.RTL

Diese Aussagen und sein Verhalten nennt Peta „primitiv und beschämend“ und wirft dem Landwirt vor, Tiere systematisch abzuwerten.

Peta kritisiert RTL und die Produktionsfirma vom Dschungelcamp

Nicht nur Patrick selbst steht am Pranger. Laut Peta hätte auch RTL einschreiten müssen. Zwar rügte das Moderationsteam den Regelbruch – denn im Camp dürfen Tiere nicht getötet werden –, doch es hatte keinerlei Folgen.

Peta kritisiert das seit Jahren und fordert, dass künftig keine echten Tiere mehr in Dschungelprüfungen eingesetzt werden. Besonders Spinnen, Schlangen und Insekten würden zu reinen „Ekelfaktoren“ degradiert – etwas, das langfristig Tierquälerei verharmlosen könne.

„In den Serienregeln heißt es: Es dürfen keine Tiere im Dschungelcamp getötet werden, außer bei den Dschungelprüfungen. Mit welchem Recht nimmt sich RTL heraus, Tiertötungen für ein belangloses Spiel zuzulassen?“, fragt Peter Höffken, Fachreferent für Tiere bei Peta Deutschland.

Mit dem Negativ-Preis sendet Peta ein deutliches Signal an Patrick Romer, an RTL, die Produktionsfirma ITV Studios Germany und die gesamte Reality-TV-Branche.

Doch obwohl Peta Patrick Romer wegen seines umstrittenen Umgangs mit Insekten kritisiert, sehen einige Beobachter die ganze Aktion mit einem gewissen Schmunzeln. Zwar steht außer Frage, dass Romers Verhalten für Wirbel sorgte, doch gleichzeitig wirkt die Auszeichnung für manche fast ein bisschen überzogen und womöglich wie eine PR-Aktion, die fast schon ins Lächerliche kippt.

Patrick Romer selbst hat sich bisher noch nicht zu der Auszeichnung geäußert.