Es war ein kurzes Vergnügen: Nach nur sechs Folgen endet Corinna Harfouchs Zeit als Berliner „Tatort“-Kommissarin. Mit dem neuen Krimi „Gefahrengebiet“ (Sonntag, 20.15 Uhr im Ersten) verabschiedet sich die Schauspielerin von den Hauptstadt-Ermittlungen.
Harfouch (71) verkörperte die Kommissarin Susanne Bonard seit 2023, nun ist Schluss. In der finalen Episode zieht es Bonard und ihren Kollegen Robert Karow (Mark Waschke) an den grünen Stadtrand Berlins. Im Grunewald wird ein obdachloser Mann tot aufgefunden – mit Bissspuren am Körper. Eine Augenzeugin glaubt, eine frei laufende Wölfin gesehen zu haben. Karow bleibt skeptisch. War wirklich ein Tier der Täter?

Ermittlungen in der Prepperszene
Die Ermittlungen führen bald in eine andere Richtung: Der Tod des Mannes war Mord. Bonard und Karow stoßen dabei unabhängig voneinander auf die Szene der Prepper – Menschen, die sich auf den Ernstfall vorbereiten. Einer von ihnen ist der Wanderer Noah Farrell (Nils Kahnwald). Der Krimi eröffnet damit einen Blick in eine Parallelwelt zwischen Angst, Vorsorge und Misstrauen.
„Gefahrengebiet“ von Mira Thiel (Drehbuch und Regie) interessiert sich weniger für klassische Krimispannung als für die innere Verfassung seiner Hauptfiguren. Der Fall dient vor allem als Kulisse für persönliche Entwicklungen. Karow zeigt sich ungewohnt verletzlich und sucht Ablenkung im städtischen Trubel. Bonard dagegen zieht sich in die Natur zurück – und gerät ins Grübeln über ihr Berufsleben und das, was danach kommt.



