Djamila Rowe ist seit vielen Jahren im Fernsehen unterwegs. imago/Eventpress

Djamila Rowe kann auf eine lange Karriere in der Öffentlichkeit zurückblicken. Angefangen hatte alles im Jahr 2002: Damals hatte die gelernte Visagistin behauptet, eine Affäre mit dem Schweizer Botschafter Thomas Borer gehabt zu haben. Seither ist sie ein gern gesehener Gast in verschiedenen TV-Sendungen. Immer wieder sprach die heute 54-Jährige dabei auch über eine Kindheit, die alles andere als leicht gewesen sei. Nun berichtet sie: Sie wurde sogar bespitzelt.

Djamila Rowe wurde von der Stasi bespitzelt

Djamila Rowe kam im Jahr 1967 in Ost-Berlin zur Welt und wuchs zunächst in Lichtenberg auf. Als aber ihre Mutter und ihr persischer Vater in den Westen flohen, wuchs sie bei ihren Großeltern auf – und wurde dort von der Staatssicherheit bespitzelt, wie sie verriet.

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Erotik-Models unter sich: Djamila Rowe vor einigen Jahren mit Micaela Schäfer. imago/Chromeorange

Denn durch die Flucht ihrer Eltern hatte die Stasi ein besonderes Auge auf die junge Djamila Rowe. „Ich habe nicht gemerkt, dass ich bespitzelt wurde. Im Nachhinein erklärt sich für mich, warum ich ein Problem damit habe, wenn Menschen dicht hinter mir laufen“, sagte die 54-Jährige nun dem Portal Promiflash. „Dass ich als systemgefährdend eingestuft wurde, konnte ich nicht wissen. Aber ich ahnte, dass da etwas im Argen ist, weil ich mich immer bei der ‚Abteilung für Inneres‘ zurückmelden musste.“

Djamila Rowe: Ihre Jugend in der DDR verlief nicht sonderlich geradlinig

Entsprechend wenig geradlinig verlief auch die Jugend von Djamila Rowe. Sie war in fünf verschiedenen Kinderheimen, später kam sie sogar in eine Art Jugendknast. Eine Ausbildung zur Verkäuferin kam nicht zustande. Rowe vermutet die Stasi dahinter. So floh auch sie 1989 in den Westen. Nach der Wende begann sie, als Visagistin zu arbeiten und nahm auch erste Model-Jobs an.

So richtig in Schwung kam ihre Karriere durch die angebliche Botschafter-Affäre, die es eigentlich niemals gab. Sie bekam zahlreiche Aufträge als (Erotik-)Model und nahm an zahlreichen TV-Shows teil. Darunter waren die Nackt-Dating-Show „Adam sucht Eva“ oder die Dschungelcamp-Ersatzshow, bei der sie 2021 den zweiten Platz belegte.

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Doch ihr Erfahrungen mit der Stasi und die Zeit in den Jugendheimen haben bei Djamila Rowe Spuren hinterlassen. „Ich habe bei Menschen ganz große Vertrauensprobleme“, sagte Rowe dem Portal. „Aber dieses Misstrauen hat mich auch oft vor vielen schlechten Erfahrungen bewahrt. Im Heim und in der Isolationshaft gab es nur ein Ziel: Durchhalten, bis man 18 wird, weil: Mit der Volljährigkeit kommt die Freiheit.“