Mit Letscho und Bier

Kurz schnippeln, lange köcheln: So entsteht Feuerfleisch, der scharfe DDR-Hit

Zartes Schweinefleisch, Letscho, Bier und feurige Gewürze: Dieses Sächsische Feuerfleisch war in der DDR ein echter Küchenstar.

Author - Florian Thalmann
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Leckeres Sächsisches Feuerfleisch: Dieses besondere Rezept für Gulasch bringt mal einen ganz anderen Fleischtopf auf den Tisch.
Leckeres Sächsisches Feuerfleisch: Dieses besondere Rezept für Gulasch bringt mal einen ganz anderen Fleischtopf auf den Tisch.Illustration: Berliner KURIER

Viele Hobbyköche lieben Gerichte, die man in einem Topf zubereiten kann – sie sind einfach, machen nicht viel Dreck und man bekommt damit die ganze Familie satt. Ein Beispiel aus der Küche des Ostens ist das Sächsische Feuerfleisch. Ein richtig leckerer Gulaschtopf, der durch Paprikapulver und Chili, manchmal auch Tabasco, seine besondere Schärfe bekommt. Fleisch, Zwiebeln, Letscho und ein paar andere Zutaten, dazu etwas Zeit und Liebe: Probieren Sie dieses geniale Rezept am Wochenende oder in der kommenden Woche doch mal aus!

Was ist Sächsisches Feuerfleisch und wie macht man es?

Sächsisches Feuerfleisch ist ein würzig-scharfes Fleischgericht aus Sachsen, das vor allem in der DDR große Popularität erlangte und bis heute als Klassiker der ostdeutschen Küche gilt. Es erinnert an Gulasch und besteht meist aus Schweinefleisch, das mit Zwiebeln, Paprika, Senf, Tomatenmark und Chili geschmort wird.

Je nach Rezept kommen auch Letscho oder Gewürzgurken hinzu, die dem Gericht eine besondere, leicht säuerliche Note verleihen. Der Name „Feuerfleisch“ bezieht sich auf die kräftige Schärfe, die durch Chili, Pfeffer oder Tabasco entsteht.

In der DDR war das Feuerfleisch auch deshalb beliebt, weil es preiswert, sättigend und in großen Mengen leicht zuzubereiten war. Heute gehört Feuerfleisch in vielen sächsischen Gaststätten zum Angebot. Serviert wird es traditionell mit Bauernbrot, Kartoffelsalat oder Bratkartoffeln.

Damit ist Feuerfleisch nicht nur ein herzhaftes Schmorgericht, sondern auch ein Stück sächsischer und ostdeutscher Esskultur. Dazu passen alle möglichen Beilagen – von Salzkartoffeln über Kartoffelpüree bis hin zu Reis oder einfach eine Scheibe Brot. Lassen Sie es sich schmecken!

Zutaten für Sächsisches Feuerfleisch

Das brauchen Sie:
1 kg Schweinegulasch
3 Zwiebeln
1 Glas Letscho
1 EL Senf
2 EL Tomatenmark
2 Lorbeerblätter
1 Flasche dunkles Bier
Salz und Pfeffer
Paprikapulver
Chiliflocken
etwas Butterschmalz

Das Sächsische Feuerfleisch muss in einem Topf auf dem Herd für etwa eine Stunde köcheln.
Das Sächsische Feuerfleisch muss in einem Topf auf dem Herd für etwa eine Stunde köcheln.Illustration: Berliner KURIER

Zubereitung: So machen Sie Sächsisches Feuerfleisch

Schritt 1: Schneiden Sie das Gulasch noch etwas kleiner. Schälen Sie die Zwiebeln und schneiden Sie sie in möglichst dünne Halbringe.

Schritt 2: Erhitzen Sie etwas Butterschmalz in einem Topf und braten Sie das Fleisch darin von allen Seiten scharf an. Würzen Sie es mit Salz, Pfeffer und etwas Paprikapulver. Geben Sie dann die Zwiebeln hinzu und schwitzen Sie sie mit an, bis sie etwas Farbe bekommen haben.

Schritt 3: Gießen Sie das Letscho hinzu und verrühren Sie alles gründlich. Rühren Sie dann den Senf unter. Lassen Sie alles für zwei Minuten köcheln, dann löschen Sie es mit einem Schuss Bier ab. Achten Sie darauf, dass sich der Ansatz komplett vom Boden des Topfes löst. Dann fügen Sie die Hälfte der Flasche Bier hinzu und lassen Sie das Feuerfleisch für rund zehn Minuten ohne Deckel kochen.

Schritt 4: Fügen Sie die Lorbeerblätter und das übrige Bier hinzu, würzen Sie das Feuerfleisch je nach gewünschter Schärfe mit Chiliflocken und lassen Sie das Gericht nun mit Deckel für etwa eine Stunde bei milder Hitze köcheln. Dann schmecken Sie das Sächsische Feuerfleisch noch einmal ab und servieren es mit Beilagen nach Wunsch. Guten Appetit!