Lecker und scharf

Paprikasch aus Ungarn: Feuertopf bringt den Osten auf den Tisch!

Paprikasch ist ein würziger Klassiker aus Ungarn – einfach gemacht und perfekt als vegetarische Alternative zu Gulasch mit viel Geschmack.

Author - Florian Thalmann
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Leckeres Paprikasch kann unter anderem mit Reis, Nudeln oder Kartoffelbrei serviert werden. Genießen Sie das traditionelle Gericht aus Ungarn so, wie Sie es möchten!
Leckeres Paprikasch kann unter anderem mit Reis, Nudeln oder Kartoffelbrei serviert werden. Genießen Sie das traditionelle Gericht aus Ungarn so, wie Sie es möchten!Illustration: Berliner KURIER

Gulasch kennt wohl jedes Kind, aber haben Sie schon einmal etwas von Paprikasch gehört? Wir haben auch gestaunt, als wir diesen Begriff in einem Kochbuch aus der DDR entdeckten. Wer mit der ungarischen Küche nicht bis ins Detail vertraut ist, kennt diesen Feuertopf eben unter Umständen nicht – das macht aber nichts. Denn in unserem heutigen Rezept erfahren Sie, was genau Paprikasch ist und wie Sie das Gericht unkompliziert herstellen. Es ist eine wirklich tolle vegetarische und genauso würzige Alternative zum Gulasch – und mit Reis, Kartoffeln oder sogar Nudeln ein echter Genuss. Guten Appetit!

Was ist Paprikasch? Der Feuertopf kommt aus Ungarn

Paprikasch ist ein Ragout, das vor allem aus Paprika besteht, in dem aber auch Zwiebeln und hartgekochte Eier enthalten sind. Mit Joghurt oder saurer Sahne wird die fertige Gemüsemischung am Ende vermengt. Es gibt auch Varianten mit Fleisch, beispielsweise das sogenannte Hühnerpaprikasch.

Besonders spannend: In den früheren Versionen des Gerichts waren saure Sahne oder Joghurt nicht enthalten – das zeigt, dass man offenbar Versuche unternahm, die sehr scharfe ungarische Küche etwas milder zu gestalten, weil man sie auch in Ländern genießen wollte, in denen man das scharfe Essen nicht in gleichem Maße gewöhnt war.

Das Paprikasch ist schnell zubereitet, lässt sich aber auch gut vorbereiten und am nächsten Tag wieder aufwärmen. Sie können es einfach so genießen, vielleicht mit einem Stück frischen Brot. Die Alternative: Kochen Sie dazu Reis, Nudeln oder Kartoffeln in allen möglichen Formen. Paprikasch schmeckt einfach zu allem. Ein frischer Salat mildert das deftige Gericht etwas ab. Hier ist unser Rezept für ungarisches Paprikasch aus dem DDR-Kochbuch. Gutes Gelingen und lassen Sie es sich schmecken!

Zutaten für ungarisches Paprikasch

50 g Margarine, 3 Zwiebeln, 8 Paprikafrüchte, 6 hartgekochte Eier, 125 ml Joghurt oder saure Sahne, 2 EL gehackte Kräuter, Salz, Pfeffer, Paprikapulver

Zubereitung: So gelingt frisches und deftiges Paprikasch

Zuerst bereiten Sie das Gemüse vor. Schälen Sie die Zwiebeln und schneiden Sie sie in kleine Würfel. Die Paprikafrüchte werden gewaschen, das Kerngehäuse wird entfernt und das Fruchtfleisch in kleine Stücke oder Streifen geschnitten. Anschließend erhitzen Sie etwas Margarine in einem Topf. Schwitzen Sie die Zwiebelwürfel darin etwas an, bis sie glasig sind. Dann geben Sie die Paprikastücke hinzu.

Ein Topf mit ungarischem Paprikasch. Die Eier kommen erst ganz zum Schluss in das Gericht.
Ein Topf mit ungarischem Paprikasch. Die Eier kommen erst ganz zum Schluss in das Gericht.Illustration: Berliner KURIER

Das Gemüse wird nun etwas angeröstet und anschließend mit einem Schluck Wasser aufgegossen. So gart es nun weiter, bis die Paprikastücke durch sind. In der Zwischenzeit kochen Sie die Eier in einem Topf mit Wasser, aber bitte sehr hart. Lassen Sie sie also am besten für 12 Minuten im Wasser. Anschließend abschrecken, abkühlen lassen, pellen und in Stücke schneiden. Wenn die Paprikastücke gar sind, schalten Sie die Hitze herunter und heben Sie die Eier unter das Paprikasch.

Zum Abschluss wird alles mit Salz, Pfeffer und einer ordentlichen Portion Paprikapulver gewürzt und abgeschmeckt. Nun kommen Joghurt oder saure Sahne hinzu – einfach zugießen und unterrühren. Nun das Paprikasch noch einmal erwärmen und die gehackten Kräuter einrühren. Sofort mit Beilagen nach Wahl und einem frischen Salat servieren. Guten Appetit!

Fazit: Paprikasch sollten Sie unbedingt nachkochen

Paprikasch ist ein wunderbares Beispiel dafür, wie traditionelle Gerichte über Ländergrenzen hinweg angepasst und weiterentwickelt werden. Während das ungarische Original oft kräftig und scharf ist, zeigt die DDR-Variante eine mildere Interpretation, die sich an einen breiteren Geschmack anpasst. Besonders in Zeiten, in denen viele Menschen bewusst auf Fleisch verzichten möchten, gewinnt Paprikasch als vegetarische Alternative an Bedeutung. Gleichzeitig transportiert es ein Stück kulinarischer Geschichte und erinnert daran, wie kreativ mit einfachen Zutaten gekocht werden kann.

Welche Gerichte von früher bereiten Sie heute noch besonders gern zu? Schicken Sie uns Ihre Ideen und Rezepte per Mail an wirvonhier@berlinerverlag.com. Wir freuen uns über Ihre Zuschriften!