Manchmal stößt man in alten Kochbüchern auf Rezepte, bei denen man sofort eine Idee hat, was darin stecken könnte. Beispiel gefällig? Was denken Sie, wenn Sie den Begriff Junggesellenpfanne hören? Natürlich: Es muss sich um ein Gericht handeln, das einfach jeder Junggeselle zaubern kann, wenn er noch keine Frau im Haus hat, die ihn versorgt – und von Mutti nicht das Kochen gelernt hat. Genauso ist es sicherlich im DDR-Kochbuch gemeint, denn hier findet sich das Gericht wieder. Heute sind die alten Rollenbilder überholt und man kann darüber lächeln. Die Junggesellenpfanne bleibt aber ein Gericht, das man perfekt zum Abendessen machen kann, wenn’s schnell gehen muss.
Junggesellenpfanne ist das perfekte Abendbrot
Dieses Gericht erinnert an das klassische „Hoppel Poppel“, ein Resteessen, das noch heute bei vielen gern mal auf den Tisch kommt. Die Junggesellenpfanne weicht bei den Zutaten etwas von dem Resteessen aus der Pfanne ab, ist allerdings genauso einfach zuzubereiten – das kann wirklich jeder Junggeselle!
Tatsächlich ist dieses Gericht vor allem top, wenn abends nicht viel Zeit zum Kochen ist, wenn Reste verwertet werden müssen und es keine Gelegenheit für den Einkauf im Supermarkt gab. Wir verraten Ihnen, wie Sie die Junggesellenpfanne zubereiten und wie Sie sie noch extra verfeinern können. Hier ist das leckere Rezept.
Zutaten für Junggesellenpfanne
Sie brauchen für 1 Portion: 3 Scheiben Hartwurst, 1 Zwiebel, 1 EL Öl, 2 Kartoffeln, 2 Paprikas, 1 Tomate, 1 Ei, etwas frische Petersilie, Salz, Pfeffer, Paprikapulver
Zubereitung: So brutzeln Sie die Junggesellenpfanne
Zuerst bereiten Sie die Zutaten vor. Die Hartwurst wird in kleine Würfelchen geschnitten, die Zwiebel geschält und gehackt. Die Kartoffeln schälen Sie, dann schneiden Sie sie in feine Stifte – dazu können Sie gern auch eine entsprechende Küchenmaschine benutzen. Auch die Paprika wird gewaschen, geputzt, das Kerngehäuse entfernt und dann wird das Fruchtfleisch in feine Stifte geschnitten.

Nun geht es ans Braten: Geben Sie etwas Öl in eine Pfanne und schwitzen Sie die Zwiebel darin an. Dann kommen die Kartoffeln und die Paprikas hinzu. Alles etwas anrösten, dann abdecken und bei kleiner Hitze für ein paar Minuten dünsten, bis das Gemüse weich ist. Anschließend wird das Ei in die Pfanne geschlagen. Dann lassen Sie es stocken, bis es fest ist. Zerhacken Sie es dann mit dem Kochlöffel in kleinere Stücke und braten Sie die Junggesellenpfanne unter ständigem Wenden fertig.
Zur Junggesellenpfanne passt frischer Quark
Zum Abschluss wird die Pfanne mit Salz, Pfeffer und Paprikapulver gewürzt. Außerdem waschen Sie die frische Petersilie, schütteln Sie sie trocken und hacken Sie sie fein. Sie wird dann über die fertige Pfanne gestreut. Servieren Sie die fertige Junggesellenpfanne sofort heiß und reichen Sie als Dip dazu etwas Ketchup, Senf oder Meerrettich.
Heißer Tipp: Auch ein ordentlicher Löffel Kräuterquark passt hervorragend dazu, die Frische des Quarks bildet einen leckeren Kontrast zur leckeren und heißen Pfanne. Guten Appetit und viel Vergnügen mit diesem besonderen Gericht aus der DDR!



