Schmeckt wie früher

Vergessenes Rezept: Warum Deichelmauke wieder auf den Tisch gehört

Ein echter Klassiker aus der Lausitz: Deichelmauke ist deftige Hausmannskost aus DDR-Zeiten – einfach gekocht und voller Geschmack.

Author - Florian Thalmann
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Oberlausitzer Deichelmauke ist ein Klassiker der Hausmannskost. Mit unserem einfachen Rezept bereiten Sie das Gericht ganz einfach zu.
Oberlausitzer Deichelmauke ist ein Klassiker der Hausmannskost. Mit unserem einfachen Rezept bereiten Sie das Gericht ganz einfach zu.Illustration: Berliner KURIER

Es gibt auch in der kulinarischen Geschichte des Ostens viele Rezepte, die besonders seltsame Namen haben – die Deichelmauke gehört ohne Frage dazu! Das leckere Gericht kennen viele noch von früher, zubereitet wird es aber nicht mehr so oft. Das soll sich nun ändern: Wir haben ein richtig gutes Rezept für Oberlausitzer Deichelmauke im DDR-Kochbuch gefunden. Sie sollten es unbedingt mal ausprobieren – und werden es danach immer wieder auf Ihren Speiseplan setzen. Guten Appetit!

Was ist Oberlausitzer Deichelmauke?

Sie haben nie von der Oberlausitzer Deichelmauke gehört? Dann wird es aber Zeit! Die Deichelmauke ist ein traditionsreiches Gericht aus der Lausitz, das eng mit der Esskultur der Region verbunden ist. Ursprünglich entstand es als einfache, nahrhafte Speise für Bauern und Arbeiter, die auf preiswerte und verfügbare Zutaten angewiesen waren. Die Deichelmauke steht für bodenständige Hausmannskost!

Es handelt sich dabei um einen Kartoffelbrei, der mit einer besonderen Mischung aus gekochtem Rindfleisch und Speck serviert wird. Dazu gibt es meist auch Sauerkraut. Das Geheimnis einer guten Deichelmauke ist dabei vor allem die Zubereitung des Rindfleischtopfes. Er bekommt seine besondere Würze unter anderem durch Majoran. Wir verraten Ihnen unser tolles Rezept für Deichelmauke aus der Oberlausitz – Nachmachen dringend empfohlen!

Zutaten: Das brauchen Sie für Deichelmauke

500 Gramm Rindfleisch, 1 Bund Suppengrün, 2 Lorbeerblätter, 3 Zwiebeln, 1 Kilogramm Kartoffeln, ¼ Liter Milch oder Brühe vom gekochten Rindfleisch, 150 Gramm Speck, Butter zum Braten, 500 Gramm Sauerkraut, Salz und Pfeffer, Majoran

Zubereitung: So machen Sie Deichelmauke aus der DDR

Für dieses traditionelle Gericht beginnen Sie mit der Vorbereitung des Suppengrüns. Waschen Sie das Gemüse gründlich, schälen Sie die Zwiebel und schneiden Sie beides in kleine Stücke. Anschließend geben Sie das Rindfleisch zusammen mit dem vorbereiteten Gemüse in einen großen Topf. Fügen Sie ein Lorbeerblatt, etwas Majoran sowie Salz und Pfeffer hinzu und lassen Sie alles in Wasser langsam köcheln, bis das Fleisch zart ist und eine aromatische Brühe entstanden ist.

Für die Oberlausitzer Deichelmauke wird das Fleisch zuerst in einem Topf gekocht.
Für die Oberlausitzer Deichelmauke wird das Fleisch zuerst in einem Topf gekocht.Illustration: Berliner KURIER

Sobald das Fleisch gar ist, nehmen Sie es aus dem Topf und lassen es kurz abkühlen. Danach wird es in mundgerechte Würfel geschnitten und wieder zurück in die Brühe gegeben. Lassen Sie alles noch einmal kurz aufkochen, damit sich die Aromen gut verbinden. Parallel dazu kümmern Sie sich um die Kartoffelbeilage.

Schälen Sie die Kartoffeln und kochen Sie sie in Salzwasser weich. Nach dem Abgießen werden sie entweder mit etwas Milch oder mit einem Schuss der zuvor gekochten Rinderbrühe gestampft. So entsteht ein besonders aromatischer Kartoffelbrei.

Aus der Ratsherrenpfanne kann sich jeder bedienen

In einer Pfanne schneiden Sie nun zwei Zwiebeln und den Speck in kleine Würfel und braten diese in etwas Butter goldbraun an. Würzen Sie die Mischung mit Majoran, Salz und Pfeffer. Einen Großteil dieser aromatischen Zwiebel-Speck-Masse heben Sie unter den Kartoffelbrei und schmecken ihn anschließend noch einmal ab.

Der restliche Teil der gebratenen Mischung kommt zusammen mit einem Lorbeerblatt und einigen Pfefferkörnern zum Sauerkraut. Lassen Sie das Kraut für etwa 20 Minuten sanft köcheln, damit es den würzigen Geschmack aufnimmt und schön durchzieht.

Zum Anrichten geben Sie den Kartoffelbrei auf Teller und formen mit einem Löffel in der Mitte jeweils eine kleine Mulde. In diese Vertiefung füllen Sie das gewürfelte Rindfleisch mitsamt etwas Brühe. Serviert wird das Ganze zusammen mit dem Sauerkraut – ein deftiges Gericht, das die DDR-Tradition zurück auf den Teller bringt. Guten Appetit!