Wer kennt nicht die Situation: Es ist Abendbrotzeit, man hat Hunger, steht vor dem Kühlschrank – und weiß nicht, was man aus den vorhandenen Zutaten machen soll. Ganz einfach: Hoppel Poppel geht immer. Das war schon in der DDR beliebt. Ein klassisches Restegericht, das ursprünglich aus Berlin stammt und auch in Nord- und Ostdeutschland beliebt ist. Wir stellen das Rezept aus dem Osten vor.
Braten ohne Regeln: „Rein kommt, was da ist“
Die Besonderheit: Es gibt keine feste Rezeptregel – „rein kommt, was da ist“. Doch es gibt feste Grundbestandteile (gekochte und dann gebratene Kartoffeln, Eier, Fleischreste), die nicht fehlen sollten, damit Hoppel Poppel auch wie Hoppel Poppel schmeckt.
Womit wir schon bei einer Grundfrage sind: Wie schreibt man das? Hoppelpoppel oder Hoppel Poppel? Beide Varianten sind gängig.
Nicht genau zu klären ist auch die Herleitung des Namens. Laut digitalem Wörterbuch der deutschen Sprache leitet sich der Name von den beiden Verben hoppeln und poppeln (altdeutsch: bubbeln) her. Als Wortverbindung bezeichnet der Name etwas Bewegliches, Unruhiges. Was ja zu einem Rezept, das sich immer verändert, passen würde.
Da erfährt man auch, dass es Hoppelpoppel gleich zweimal gibt. Im Rheinischen kennt man einen Drink mit dem gleichen Namen. Zusammengemixt aus Rum, Eiern und Zucker.
Die DDR war keine Wegwerfgesellschaft wie heute
Aber kehren wir zurück zu Hoppel Poppel, wie man es in der DDR liebte. Auch wenn das Gericht ein wenig aus der Not geboren wurde. Wenn man nicht im Überfluss hat, wirft man auch das, was man hat, nicht leichtfertig weg.
Die DDR war einfach keine Wegwerfgesellschaft wie heute. Was man hatte, wurde geschätzt – und bis zum Schluss aufgebraucht. Ganz klassisch wurde Hoppel Poppel damals am Wochenende gegessen. Dann kam alles in die Pfanne, was die Woche übrig geblieben war.
Klingt nicht lecker? Doch. Besonders Kinder mochten die Kombination von Bratkartoffeln mit Ei, aus Röstaromen und kräftiger Würze. Vom Geschmack her ähnelt es einem Bauernfrühstück, wenn auch weniger aufwändig angerichtet.
Womit wir bei einem weiteren Vorteil wären: der schnellen Zubereitungszeit. Das Gericht braucht nicht viel Zeit, bis es fertig ist. Pfanne an, alles scharf an- bzw. durchgebraten – und fertig! Hier kommt das Rezept für Hoppel Poppel nach DDR-Art.
Zutaten für Hoppel Poppel nach DDR-Art
In die Pfanne gehören 600 g gekochte Kartoffeln (ideal vom Vortag), 3 bis 4 Eier, 1 große Zwiebel, 150 bis 200 g Fleischreste (Wurst, Schinken, Speck, Braten), Salz, Pfeffer, Muskat, Kümmel. Rein passen aber auch Paprikaschote, Tomaten oder Paprikapulver.
Zubereitung: So braten Sie Hoppel Poppel
Schritt 1: Die vorgekochten und gepellten Kartoffeln in Scheiben schneiden. Zwiebeln fein würfeln, die Fleischreste klein schneiden.
Schritt 2: Reichlich Butterschmalz (oder Margarine) in einer großen Pfanne erhitzen und zuerst die Zwiebeln darin glasig anbraten. Dann die Kartoffeln dazugeben und bei mittlerer Hitze goldbraun (und im Idealfall knusprig) braten. Dabei gut umrühren, damit die Zwiebeln nicht anbrennen.
Schritt 3: Jetzt die Fleischreste untermischen und kurz mitbraten, bis alles warm ist.



