In 5 fixen Schritten

Dieses DDR-Kultgericht lieben viele bis heute – die HO-Schnitte

Die HO-Schnitte war ein Klassiker der DDR-Küche: Brot, Schnitzel und Spiegelei. So gelingt das beliebte Kultrezept ganz einfach zu Hause.

Author - Stefan Henseke
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Für eine HO-Schnitte werden Brot, ein Schnitzel und ein Spiegelei aufeinander geschichtet.
Für eine HO-Schnitte werden Brot, ein Schnitzel und ein Spiegelei aufeinander geschichtet.Illustration: Belriner KURIER

Wer damals in einer HO-Gaststätte einkehrte, konnte mit etwas Glück einen echten Klassiker bestellen: die HO-Schnitte. In mancher Ecke der DDR hieß sie auch „Discoschnitte“ oder „Warmes Eckchen“. Hinter den Namen steckte ein ebenso einfaches wie geniales Rezept. Knuspriges Schweineschnitzel, Spiegelei und kräftiges Mischbrot ergeben zusammen ein herzhaftes Wohlfühlessen, das nach DDR schmeckt.

Die HO-Schnitte ist die DDR-Variante vom Hamburger Schnitzel

Die DDR-Küche war erstaunlich kreativ, wenn es um schnelle und sättigende Brotgerichte ging. Karlsbader Schnitte, Hexentoast, Bratschnitte mit Letscho oder Doppeldecker gehören bis heute zu den Klassikern. Oder eben die HO-Schnitte.

Ihren Namen verdankt sie der Handelsorganisation (HO), dem größten staatlichen Einzelhandelsunternehmen der DDR. In den dazugehörigen HO-Gaststätten gehörte das herzhafte Gericht oft zu den Rennern auf der Speisekarte. Im Grunde war die HO-Schnitte nichts anderes als ein Hamburger Schnitzel mit Brot – nur trug das Gericht in der DDR eben einen anderen Namen.

Eine dicke Scheibe kräftiges Misch- oder Landbrot bildet die Grundlage. Darauf kommt ein goldbraun paniertes Schweineschnitzel und als Krönung ein warmes Spiegelei. Wird das Eigelb beim Anschneiden leicht flüssig, verbindet es sich mit der knusprigen Panade – genau das macht den besonderen Reiz dieses Klassikers aus.

Im Gegensatz zu vielen anderen Toast-Varianten der DDR wird bei der HO-Schnitte bewusst auf helles Toastbrot verzichtet. Das würzige Schnitzel harmoniert deutlich besser mit kräftigem Misch-, Land- oder Vollkornbrot. Wer mag, kann die Brotscheiben vorher leicht anrösten oder kurz in der Pfanne anbraten. Dadurch werden sie besonders knusprig und halten den saftigen Belag noch besser.

Serviert wird die HO-Schnitte traditionell mit Salzgurken. Viele ergänzen das Gericht außerdem mit Krautsalat, Radieschen oder frischen Tomaten. Schnell zubereitet, sättigend und voller Erinnerungen – genau deshalb gehört dieser Klassiker bis heute zu den beliebtesten Rezepten der DDR-Küche.

HO-Schnitte: Das sind die Zutaten für vier Portionen

4 Scheiben Misch-, Land- oder Vollkornbrot

4 Schweineschnitzel

6 Eier

4 Salzgurken

Semmelmehl

Mehl

Salz, Pfeffer

Butterschmalz

Ein Spiegelei gehört zur HO-Schnitte immer dazu.
Ein Spiegelei gehört zur HO-Schnitte immer dazu.Annette Riedl/dpa

So bereiten Sie die leckere HO-Schnitte zu

1. Schnitzel vorbereiten: Die Schweineschnitzel leicht klopfen, mit Salz und Pfeffer würzen und anschließend nacheinander in Mehl, verquirltem Ei und Semmelmehl panieren.

2. Schnitzel braten: Butterschmalz in einer Pfanne erhitzen und die Schnitzel darin von beiden Seiten goldbraun und knusprig ausbacken. Anschließend warm halten.

3. Spiegeleier braten: In einer zweiten Pfanne vier Spiegeleier braten und leicht salzen. Das Eigelb darf gerne noch etwas weich bleiben.

4. Brot vorbereiten: Die Brotscheiben nach Belieben frisch verwenden oder kurz toasten beziehungsweise in der Pfanne leicht anrösten.

5. Anrichten: Je eine Scheibe Brot mit einem Schnitzel und einem Spiegelei belegen. Mit Salzgurken garnieren und nach Wunsch Krautsalat, Radieschen oder Tomaten dazu servieren. Guten Appetit!