Zecken-Alarm im Sommer

Dieser Handy-Trick zeigt Ihnen Zecken sofort

Kaum sichtbar, aber gefährlich: Ein versteckter Smartphone-Filter hilft, Zecken auf Haut und Fell schneller zu entdecken.

Author - Sharone Treskow
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Sie möchten Ihren Körper nach Zecken absuchen? Dafür gibt es den perfekten Filter fürs Smartphone. (Symbolbild)
Sie möchten Ihren Körper nach Zecken absuchen? Dafür gibt es den perfekten Filter fürs Smartphone. (Symbolbild)Lutz Winkler / Imago

Nach dem Spaziergang durchs Grüne beginnt für viele die gleiche Prozedur: absuchen, suchen, nochmal schauen. Gerade bei warmem Wetter sind Zecken besonders aktiv – und oft schwer zu entdecken. Doch ein einfacher Trick mit dem Smartphone kann dabei helfen, die kleinen Blutsauger schneller aufzuspüren.

Smartphone-Trick: So finden Sie Zecken schneller auf Haut und Fell

Vor allem winzige Zecken werden leicht übersehen. Genau hier setzt eine Funktion an, die auf vielen Handys bereits vorhanden ist und die Suche deutlich erleichtert.

Den "Invertiert"-Filter kann man auf dem Smartphone mit der Lupen-App einschalten.
Den "Invertiert"-Filter kann man auf dem Smartphone mit der Lupen-App einschalten.KI-generierter Inhalt / Berliner Kurier

Die Lösung steckt in der Lupen-Funktion des Smartphones. Über die vorinstallierte App lässt sich ein spezieller Filter aktivieren: der Modus „Invertiert“. Dieser kehrt Farben um und verstärkt Kontraste – ideale Bedingungen, um Zecken sichtbar zu machen.

Invertiert-Filter für Android und iPhone

Bei iPhones wird der Trick über die „Lupe“-App aktiviert. In den Einstellungen lässt sich dort der Filter hinzufügen und auswählen. Anschließend genügt es, die Kamera über Haut oder Fell zu führen. Kleine dunkle Punkte heben sich deutlich stärker ab und fallen schneller ins Auge.

Auch bei Android funktioniert das ähnlich. Über die Suche lässt sich ein „Lupe Shortcut“ einrichten, der direkt zur Kamera mit Filteroption führt. Dort muss ebenfalls der „Invertiert“-Modus ausgewählt werden.

Gerade kleine Zecken werden schnell übersehen

Besonders problematisch sind sogenannte Nymphen, sehr kleine Zecken, die kaum auffallen. Sie werden oft mit Schmutz oder Hautunreinheiten verwechselt. Dabei können auch sie Krankheiten wie Borreliose oder FSME übertragen und sollten möglichst schnell entfernt werden.

Der starke Kontrast durch den Filter sorgt dafür, dass selbst diese winzigen Parasiten sichtbar werden. Das gilt nicht nur bei Haustieren, sondern auch bei Menschen. Gerade auf schwer einsehbaren Stellen kann der Trick entscheidend sein.

Drei wirksame Schutzmaßnahmen gegen Zecken

Wer sich vor Zecken schützen will, kann mit einfachen Maßnahmen viel erreichen. Besonders wichtig ist passende Kleidung: Lange Hosen, feste Schuhe und hochgezogene Socken machen es den Parasiten deutlich schwerer, überhaupt an die Haut zu gelangen – eine einfache, aber sehr effektive Grundstrategie für Aufenthalte im Grünen.

Gegen Zecken schützt langärmlige Kleidung.
Gegen Zecken schützt langärmlige Kleidung.Wolfgang Maria Weber/Imago

Zusätzlich können spezielle Zeckensprays helfen. Diese sogenannten Repellents werden auf Haut oder Kleidung aufgetragen und halten die Tiere fern, indem sie deren Orientierung stören. Sie bieten einen guten ergänzenden Schutz, müssen aber regelmäßig erneuert werden, da die Wirkung zeitlich begrenzt ist.

Auch eine Impfung kann beim Schutz vor Zecken eine wichtige Rolle spielen – allerdings nur eingeschränkt: Es gibt eine Impfung gegen FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis), eine durch Zecken übertragene Virus-Erkrankung, die das Gehirn befallen kann. Gegen Borreliose hingegen existiert keine Impfung. Die FSME-Impfung wird vor allem für Menschen empfohlen, die in Risikogebieten leben oder sich dort häufig im Freien aufhalten, und sollte regelmäßig aufgefrischt werden.

Das sind die schlimmsten Zecken-Hotspots in Berlin

Auch in Berlin gibt es typische Zecken-Hotspots – vor allem überall dort, wo viel Grün, Feuchtigkeit und Wildtiere zusammentreffen. Besonders betroffen sind größere Parks und Waldgebiete: Der Grunewald gilt als klassisches Risikogebiet, ebenso der Tiergarten, vor allem in den ruhigeren, dichter bewachsenen Bereichen abseits der Wege. Auch an den Stadträndern, etwa in Köpenick, rund um die Müggelberge oder im Spandauer Forst, kommen Zecken häufig vor.

Im Spandauer Forst gibt es einige Zecken. Nach einem Besuch sollte man seinen Körper gut untersuchen.
Im Spandauer Forst gibt es einige Zecken. Nach einem Besuch sollte man seinen Körper gut untersuchen.Jürgen Ritter/Imago

Aber auch innerstädtische Grünflächen sind nicht frei davon: Auf Wiesen mit höherem Gras, an Böschungen oder in Kleingartenanlagen können sich die Parasiten ebenfalls aufhalten. Sogar an beliebten Orten wie dem Tempelhofer Feld besteht ein gewisses Risiko, vor allem an den Randbereichen mit dichterer Vegetation.

Entscheidend ist weniger der konkrete Ort als die Umgebung: Zecken sitzen bevorzugt in hohem Gras, im Unterholz oder auf niedrigen Sträuchern und werden beim Vorbeistreifen abgestreift. Wer also in solchen Bereichen unterwegs ist – egal ob im großen Wald oder im Stadtpark – sollte auf Schutz achten.

Hatten Sie schon einmal eine Zecke? Schicken Sie uns einen Leserbrief per Mail an leser-bk@berlinerverlag.com.