Minustemperaturen sind seit Tagen Alltag, und es scheint nur noch schlimmer zu werden. Auch ohne Stromausfall setzen Berliner momentan auf das Motto „mehr ist mehr“: Heizungen so weit aufgedreht, wie es das Budget erlaubt, dicke Decken, mehr Klamotten. Nur wirklich sexy ist das nicht. Überkommt einem da doch mal die Lust (der Winter ist schließlich lang), kommen einem so unsexy Gedanken wie: „Kann ich die Socken nicht vielleicht doch anlassen...?“ Die Antwort darauf ist übrigens ein klares: Ja – und es kann Ihren Sex sogar besser machen! Warum, das erklären wir hier.
Unter Socken-beim-Sex-Verfechtern hielt sich lange das Gerücht einer vermeintlichen niederländischen Studie, die herausgefunden haben soll, dass 80 Prozent der Frauen, die beim Sex Socken tragen, beim Sex zum Orgasmus kommen – im Gegensatz zu 50 Prozent der Frauen, die keine Socken tragen. Leider ist der Playboy der Sache auf den Grund gegangen und hat herausgefunden: Das hat die Studie gar nicht gesagt! Schade – aber halb so wild. Denn auch ohne Orgasmus-Turbo sind Socken beim Sex eine gute Idee.
Sex im Winter? Kälte ist ganz schön unsexy
Kälte beim Sex ist nicht nur unangenehm. Sex-Expertin Annabelle Knight erklärt auf metro.co.uk: „Für den Penis kann das eine Längeneinbuße um bis zu 50 Prozent und 20 bis 30 Prozent weniger Durchmesser bedeuten“. Dazu sei der Penis auch noch weniger berührungsempfindlich, und der Körper von Mann und Frau versteife sich, wenn er friert. Gerade Männer brauchen bei der Kälte länger, um zum Orgasmus zu kommen, was auch daran liegt, dass Kälte ablenkt: „Die Gedanken wandern immer wieder zu der Frage, was man tun könnte, damit einem wärmer wird, statt sich auf den Sex zu konzentrieren.“

Bei wem es im Winter heiß zur Sache gehen soll, der sollte sich also schon vorher einheizen. Die Heizung aufzudrehen und unter der Decke zu verschwinden sind die offensichtlicheren Lösungen. Eine Tasse Tee oder warme Suppe im Vorhinein kann von innen heraus wärmen. Sexualtherapeut Carsten Müller schlägt im Magazin Spektrum auch vor, das Aufwärmen ins Vorspiel zu integrieren: „Reiben Sie die Hände warm, bevor Sie sich gegenseitig anfassen. Küssen Sie Ihrem Lieblingsmenschen die kalte Nasenspitze.“
Notfalls dürfen im Bett Socken und Mütze her
Und wenn alles nicht hilft, dann dürfen es eben auch die Socken sein, so Müller: „ Alles, was wärmt, tut gut: eine Wärmflasche im Bett. Kuschelige Socken. Im Zweifelsfall sogar eine Mütze. Das alles darf bei Wintersex sein. Hauptsache, Ihnen wird warm.“
Klar: dem One-Night-Stand lässt sich das unmodische Accessoire wahrscheinlich weniger gut verkaufen. Gerade in einer festen Beziehung sollte eine Socke aber hoffentlich nicht kriegsentscheidend sein. Und wenn das Thema damit nicht abgehakt ist, dass mit wärmeren Füßen der Sex besser ist, dann kann man immer noch gemeinsam drüber lachen. Eines wissen wir schließlich längst: Wer beim Sex gemeinsam lachen kann, der hat bewiesenermaßen mehr Spaß im Bett und kommt sich emotional näher.


