Steuerzahlerinnen und Steuerzahler in Deutschland müssen derzeit besonders wachsam sein: Eine neue Phishing-Welle rollt durchs Land – und sie trifft das elektronische Steuersystem Elster. Betrüger verschicken täuschend echt aussehende E-Mails, die angeblich vom Finanzamt stammen. Doch wer darauf hereinfällt, riskiert Identitätsdiebstahl und finanziellen Schaden.
Angeblicher Steuerbescheid mit Guthaben wird verschickt
Die gefälschten Nachrichten tragen den harmlos klingenden Betreff „Ihr elektronischer Steuerbescheid für 2026 ist abrufbar“, warnt die Verbraucherzentrale Hamburg. Darin wird behauptet, ein Einkommensteuerbescheid mit einem Steuerguthaben liege bereit.
Um das Dokument einzusehen und die Auszahlung freizugeben, sollen Empfängerinnen und Empfänger ihre persönlichen Daten verifizieren. Genau an dieser Stelle schnappt die Falle zu.

Nutzer werden bewusst unter Druck gesetzt
Die Masche ist perfide: Die Betrüger setzen ihre Opfer gezielt unter Druck. Sie verweisen auf eine angeblich notwendige Verifizierung gemäß einer Zahlungsrichtlinie und drohen, ausstehende Transaktionen zu stornieren, wenn man nicht schnell reagiert. Ein Trick, der viele Menschen dazu verleitet, unüberlegt auf Links zu klicken oder sensible Daten preiszugeben.
Die Verbraucherzentrale warnt eindringlich vor den gefälschten Nachrichten. Ihr Rat ist eindeutig: Solche E-Mails ignorieren, nicht beantworten und direkt in den Spam-Ordner verschieben. Wer Elster nutzt, sollte Steuerbescheide ausschließlich über das echte Portal abrufen und niemals über Links in E-Mails. Offizielle Stellen fordern grundsätzlich keine persönlichen Daten per Mail an.
Phishing-Angriffe wie dieser zielen darauf ab, Zugangsdaten zu stehlen. Mit ihnen können Kriminelle nicht nur Steuerkonten kapern, sondern auch weitere persönliche Informationen abgreifen. Im schlimmsten Fall drohen falsche Steueranmeldungen, Kontoabbuchungen oder die Übernahme ganzer Online-Identitäten.
Um sich zu schützen, sollten Verbraucher die wichtigsten Regeln beachten: Keine Links in verdächtigen E-Mails anklicken, die Absenderadresse genau prüfen, Steuerbescheide nur über das offizielle Elster-Portal abrufen und niemals persönliche Daten per Mail herausgeben.



