Erholsame Nächte

Warum kühle Schlafzimmer im Winter besseren Schlaf schenken

Zu heiß, zu kalt, und schon ist die Nacht ruiniert. Experten verraten, welcher Wärmegrad auch im Winter entscheidend ist.

Author - Mariella Mandurino
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Kühlere Temperaturen helfen, dass der Körper einfacher in den Schlafmodus schaltet.
Kühlere Temperaturen helfen, dass der Körper einfacher in den Schlafmodus schaltet.imago

Zu heiß, zu kalt, und schon ist die Nacht gelaufen. Wer im Winter schweißgebadet oder frierend im Bett liegt, ahnt nicht, dass ein paar Grad entscheiden, ob wir morgens erholt aufwachen oder völlig gerädert sind.

Der Körper sollte auf natürlichem Weg in den Schlafmodus schalten

In den kalten Wintermonaten überheizen wir gerne mal unsere Wohnungen. Aber nur weil es draußen eiskalt ist, heißt es nicht, dass in Innenräumen Sahara-Hitze ausbrechen muss.

Tatsächlich sind kühlere Temperaturen selbst im Winter für einen erholsamen Schlaf sogar vorteilhaft. Laut Umweltbundesamt soll es im Schlafzimmer zwischen 17 und 20 Grad warm sein. Der Grund ist simpel.

Dadurch kann die Körpertemperatur abfallen und der Körper kann einfacher herunterfahren. So schaltet er auf natürlichem Weg in den Schlafmodus.

Weder im Sommer noch im Winter sollte der Wärmegrad aber unter 14 Grad fallen. Bei zu kalter Luft kann sich Schimmel in der Wohnung bilden. Anders verhält es sich bei Hitze. Bei zu hoher Raumtemperatur ist der Körper anfälliger für Erkältungen.

Frauen frieren deutlich schneller als Männer, was bei der richtigen Raumtemperatur zu Problemen führen kann.
Frauen frieren deutlich schneller als Männer, was bei der richtigen Raumtemperatur zu Problemen führen kann.Photo Alto/imago

Was erst mal nach einem guten Plan klingt, ist bei Paaren in der Umsetzung allerdings gar nicht so einfach. Während Männer sich oft schon bei kühleren Temperaturen wohlfühlen, brauchen Frauen meist etwas mehr Wärme.

Frauen frieren schneller als Männer

Im Durchschnitt liegt die Wohlfühltemperatur bei Frauen etwa 2,5 Grad höher. Häufig ist die Haut von Frauen etwa drei Grad kälter als die von Männern. Das liegt am Hormon Östrogen, das den Blutfluss in den feinen Gefäßen der Extremitäten verringert. Dadurch werden Hände und Füße schlechter durchblutet und Frauen frieren schneller.

Auch hier sollten sich Paare dennoch auf eine Raumtemperatur zwischen 17 und 20 Grad einigen. Bei den anderen Zimmern in der Wohnung variieren die Temperaturen. Im Flur sind 15 bis 18 Grad ausreichend, in der Küche werden 18 bis 20 Grad empfohlen und im Wohnzimmer und Bad gelten 20 bis 23 Grad als angenehm.

Für den Schlaf von Babys und Kleinkindern verhält es sich ähnlich wie bei Erwachsenen. Im Kinderzimmer sollten im Winter und Sommer nachts zwischen 16 und 19 Grad eingestellt werden.