Ein Einkaufswagen steht in einem Discounter.
Ein Einkaufswagen steht in einem Discounter. Martin Wagner

Seit einem Jahr wiederholen sich die Meldungen Monat für Monat. Die Preise schießen in die Höhe, ganz besonders davon betroffen sind neben den Energiepreisen, die Kosten für Lebensmittel. Entsprechend war es nur eine Frage der Zeit, bis die Rufe nach einer Preisbremse immer lauter werden. Denen kann ich mich allerdings nicht anschließen. Wir haben durch das Gießkannenprinzip schon viel zu viel Geld in die Luft geblasen.

Denn natürlich muss der Staat sicherstellen, dass die Menschen in diesem Land in Würde leben können und nicht abwägen müssen, ob sie etwas zu essen haben, oder die Heizung komplett aus lassen müssen. Doch dieses Problem muss gezielt angegangen werden. Mit direkten Hilfen für arme Menschen. Leistungen müssen erhöht werden, Geringverdiener durch höhere Mindestlöhne oder staatliche Zahlungen unterstützt werden.

Inflation: Bundesregierung muss gezielt helfen

Die Bundesregierung muss dazu übergehen, dort zu helfen, wo es nötig ist, und nicht immer nur Hilfen aus einem völlig verqueren Gleichheits-Verständnis heraus mit der Gießkanne verteilen. In einer Gesellschaft, in der weder alle Menschen die gleichen Voraussetzungen, noch die gleichen Mittel haben, ist es zynisch, ausgerechnet bei den Hilfen auf Gleichheit zu pochen. Denn oft verstärkt diese Art von Hilfe Ungleichheit noch.

So profitierten von der Spritpreisbremse im Sommer vor allem gutverdienende Vielfahrer, deren große Autos viel Sprit schluckten. Von der Gaspreisbremse werden reiche Menschen, die ihren Pool auf Temperatur bringen wollen, auch stärker profitieren, als ein Geringverdiener, der sein Wohnzimmer auf 18 Grad bringen möchte.

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Stets gilt: Wer viel verbrauchen kann, bekommt viel geschenkt. Damit verbrennt der Staat große Mengen an Steuergeld, obwohl es überhaupt nicht nötig ist. Die Fehler beim Sprit und beim Gas sollten wir bei den Lebensmitteln vermeiden.