Ein Wahlergebnis, das gleich doppelt bitter ist. Im Januar war FDP-Generalsekretärin Nicole Büttner (41) noch siegessicher und schwor: Wenn ihre Partei bei den Landtagswahlen im März nicht in den baden-württembergischen Landtag einzieht, rasiert sie sich eine Glatze. Und tatsächlich: Büttner hat nach der Wahlklatsche ihr Wort gehalten.
Nicole Büttner macht kurzen Prozess mit ihren Haaren
„Ich rasiere mir eine Glatze, wenn wir den Einzug in den Landtag verpassen. Alles weg. Radikal“, sagte Nicole Büttner im Januar im Interview mit der „Schwäbischen Zeitung“. Am Sonntag (15. März) dann das Wahlergebnis: Die FDP ergatterte gerade einmal 4,4 Prozent der Wählerstimmen und zieht somit nicht in den Landtag ein.
Jetzt begleicht die FDP-Generalsekretärin ihre Wahl-Wettschulden und macht kurzen Prozess mit ihren schulterlangen braunen Locken. In einem neuen Instagram-Video trägt sie ein geknotetes Tuch auf dem Kopf, sagt in die Kamera: „Keine Ausreden. Ich habe diese Wette gemacht, ich habe sie verloren, und deshalb löse ich sie ein. Für mich ist ganz klar, dass ich zu meinem Wort stehe.“
Büttner will nichts versprechen und es dann nicht halten. Denn zuvor sei sie kritisiert worden, dass im „Politikbetrieb“ häufig Versprechen nicht umgesetzt werden. „Wenn auch nicht alle meine Positionen und Meinungen teilen, sollen sie sich darauf verlassen können, dass ich es ernst meine. Dass ich das sage, was ich denke. Und dass ich das tue, was ich sage. Dafür stehe ich mit meinem Wort – und jetzt auch mit meiner neuen Frisur“, sagt sie weiter.
Büttner scheint ihren Glatzen-Look zu mögen
Vor allem will die Politikerin damit Vertrauen und Glaubwürdigkeit bei den Bürgern schaffen. Am Ende des Videos hat Büttner das Tuch abgelegt, strahlt mit breitem Lächeln in die Kamera. Der neue Glatzen-Look scheint ihr zu gefallen. Aber einfach abschneiden und wegwerfen kam wohl nicht in Frage. Die FDP-Politikerin schreibt zum Video: „PS: Die Haare habe ich gespendet.“



