Es ist die Film-Sensation schlechthin: Der neue Horror-Streifen „Backrooms“ spielte in den USA in den vergangenen Wochen bereits mehr als 260 Millionen Dollar ein, gehört bei einem Budgetvon knapp 10 Millionen Dollar damit zu den erfolgreichsten Produktionen des Film-Jahres. Der Film ist eine echte Sensation, weil er die Zuschauer in die gruselige Welt der Backrooms entführt. Aber: Was sind die Backrooms überhaupt, wo findet man sie und wie kommt man rein? Hier kommt das große Einmaleins der Backrooms zum Mitreden!
Was sind die Backrooms?
Bei den Backrooms handelt es sich um eine Sage aus dem Internet. „Backrooms“ bedeutet auf Deutsch „Hinterzimmer“ – der Begriff bezeichnet ein schier unendliches Labyrinth aus mal mehr und mal weniger gruseligen menschenleeren Räumen. Es existiert parallel zu der Realität, in der wir leben – und man kann versehentlich in den Backrooms landen.
Der Weg herein geht meist schnell, der Weg heraus ist wesentlich schwieriger. Denn man verirrt sich dort nicht nur sehr leicht. Die Backrooms bestehen auch aus unterschiedlichen „Leveln“ – und in manchen davon sind gruselige Wesen unterwegs, die Besuchern gegenüber nicht besonders aufgeschlossen sind.
Wie entstanden die Backrooms?
Der Ursprung der Legende liegt auf der Website „4chan“, wo bereits im Jahr 2019 nach gruseligen und beunruhigenden Fotos gefragt wurde. Daraufhin wurde ein Bild veröffentlicht, das ein Labyrinth aus seltsamen Gängen in gelber Farbe zeigt.
Das erste Level der Backrooms war geboren. Sofort entwickelte sich die Geschichte des versteckten Labyrinths. In den Backrooms gebe es nichts „außer der Gestank von nassem, feuchtem Teppich, der Wahnsinn des eintönigen Gelbs und das endlose Hintergrundgeräusch der Leuchtstoffröhren, die in voller Lautstärke brummen“, beschrieb ein Nutzer diese Urform der Backrooms.

Wie kommt man in die Backrooms?
In die Backrooms gelangt man, in dem man aus der Realität „noclipt“. Das bedeutet: Überall in unserer Realität können sich unsichtbare Risse auftun, durch die man in das Labyrinth gelangt. In einem ersten horror-Kurzfilm, der auf Youtube veröffentlicht wurde, ist etwa ein Mann zu sehen, der gerade einen Film dreht – und plötzlich in ein unsichtbares Loch im Boden fällt. Dann landet er in den Backrooms und startet seine Erkundungstour. Übergänge in die Welt der Backrooms kann es also überall geben. Wer nicht dort landen will, muss – so die Legende – vorsichtig sein.
Wie viele Level gibt es in den Backrooms?
Unzählige wurden in den vergangenen Jahren entwickelt und in Form wissenschaftlich anmutender Gruselgeschichten beschrieben. Aus dem ursprünglichen Foto ist so ein riesiges fiktives Universum entstanden, an dem etliche Internet-Nutzer mitgearbeitet haben. Auf einer Internet-Seite wurden Beschreibungen der verschiedenen Ebenen veröffentlicht. Die gelben Flure finden sich in Level 0.
Level 1 ist ein düsteres Parkhaus, Level 2 ein endloser Gang, Level 4 ein verlassenes Bürogebäude, Level 5 ein gruseliges Hotel. Im offiziellen Backrooms-Wiki im Netz sind 1000 Level verzeichnet. Berühmt ist auch das Level 37 – dabei handelt es sich um ein Labyrinth aus verschiedenen Swimmingpools – eine weit verzweigte und gruselige Indoor-Schwimmhalle.

Wie wurden die Backrooms zum weltweiten Phänomen?
Filmemacher Kane Parsons, der nun auch für den ersten Backrooms-Kinofilm verantwortlich ist, veröffentlichte 2022 einen ersten Horror-Kurzfilm. Der Streifen zeigt die Filmaufnahmen eines Mannes, der versehentlich in die Backrooms geraten ist, dort umherirrt und später von den Monstern, die hier unterwegs sind, verfolgt wird.
Aus dem einen Film wurde mit der Zeit eine Serie, in der es um die fiktive Async Foundation geht, die die Backrooms erforscht. Über 85 Millionen Mal (Stand jetzt) wurde allein die erste Episode angeklickt. Parsons machte die Backrooms also erst richtig populär, weshalb er auch gefragt wurde, ob er beim ersten echten Backrooms-Horrorfilm Regie führen will. Für das Ergebnis wird Kane Parsons nun gefeiert.
Worum geht es im Horrorfilm „Backrooms“?
Der Horrorfilm, der am 18. Juni in den Kinos startet, dreht sich um Clark, einen Architekten, der der Besitzer eines Möbelhauses ist. Er entdeckt in seinem Möbelhaus zufällig einen Eingang in die Backrooms und beschließt, die Räume zu filmen, damit er die Entdeckung öffentlich machen kann. Er weiht Freunde ein, die ihm dabei helfen.
Doch in den Backrooms gerät die Lage außer Kontrolle. Der Film hatte ein Produktionsbudget von rund 10 Millionen US-Dollar – und spielte in den ersten Wochen nach seiner Premiere mehr als 260 Millionen US-Dollar ein. Parsons wurde damit zum jüngsten Filmemacher der Geschichte, der je einen so erfolgreichen Film gemacht hat.

Kann man die Backrooms tatsächlich besuchen?
Nein, natürlich nicht. Es handelt sich um ein fiktives Universum. Allerdings sind im Rahmen des großen Hypes um die Parallelwelt auch allerlei Computerspiele entstanden, die sich mit der Legende beschäftigen. Dort bewegt man sich als Spieler durch zahlreiche Level der Backrooms und erkundet sie – nicht ohne dabei mit den dort lebenden Monstern in Kontakt zu kommen. Zu den bekanntesten gehören „Escape the Backrooms“, „The Complex: Found Footage“ und „Pools“, das sich mit Level 37 der Backrooms beschäftigt.


