Mann aus Polen

Mordlisten, Sprengsätze, Krypto-Kopfgeld – was hinter dem Darknet-Terror steckt

Ein Mann aus Dortmund soll im Darknet Anschläge auf Politiker geplant und Krypto-Kopfgelder ausgelobt haben – jetzt griff die Bundesanwaltschaft zu.

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Der Festgenommene kommt aus Polen und soll Anschläge auf Politiker angedroht haben (Symbolbild).
Der Festgenommene kommt aus Polen und soll Anschläge auf Politiker angedroht haben (Symbolbild).Fotostand / K. Schmitt /imago

In Dortmund klickten die Handschellen: und wie! Ermittler der Bundesanwaltschaft ließen einen Mann festnehmen, der im Darknet zu Anschlägen auf Politiker und andere öffentliche Personen aufgerufen haben soll.

Die Behörde teilte mit: „Die Bundesanwaltschaft hat gestern Abend (10. November 2025) auf Grund eines Haftbefehls des Ermittlungsrichters des Bundesgerichtshofs vom 8. Oktober 2025 den deutsch-polnischen Staatsangehörigen Martin S. durch Beamte des Bundeskriminalamtes und Spezialkräfte der Bundespolizei in Dortmund festnehmen lassen.“

Nach Angaben der Bundesanwaltschaft steht der Mann unter dringendem Verdacht, Terrorismus finanziert, Gewalttaten angestiftet und persönliche Daten potenzieller Opfer verbreitet zu haben. Wer der Typ ist, wird weiter ermittelt.

Seit mindestens Juni 2025 soll der Verdächtige im anonymen Teil des Internets eine eigene Plattform betrieben haben, ein digitaler Sammelpunkt für Gewaltfantasien und Hetze.

Betroffene Politiker sind namentlich bekannt

Dort veröffentlichte er Namenslisten, selbstverfasste „Todesurteile“ und detaillierte Bauanleitungen für Sprengsätze.

Besonders hinterhältig: Er forderte Spenden in Kryptowährung, um sie anschließend als Kopfgeld auf die Tötung bestimmter Zielpersonen auszuschreiben. Die betroffenen Politiker sind namentlich bekannt. Auch die früheren Kanzler Angela Merkel (CDU) und Olaf Scholz (SPD) sollen zu ihnen gehören.

Neben Hetze und Mordaufrufen fanden sich auf der Plattform laut Ermittlern auch sensible private Daten möglicher Opfer. Es ist ein massiver Angriff auf die Sicherheit von Politikern und Amtsträgern. Jetzt sitzt Martin S. in Untersuchungshaft.

Die Bundesanwaltschaft: „Der Beschuldigte wird heute (11. November 2025) dem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs vorgeführt, der ihm den Haftbefehl eröffnen und über dessen Vollzug entscheiden wird.“