Spektakulärer Blick in die Tiefe der Ostsee! Vor der Küste Mecklenburg-Vorpommerns haben Forscher ein echtes Unterwasser-Geheimnis genauer unter die Lupe genommen. Zwischen Rügen und Usedom, am Eingang des Greifswalder Boddens, liegen die Überreste von rund einem Dutzend Handelsschiffen aus dem 17. Jahrhundert – und sogar zwei schwedische Kriegsschiffe, die vor mehr als 300 Jahren im Eis untergingen.
Internationales Tauchtean vor Rügen unterwegs
Ein internationales Tauchteam aus deutschen, norwegischen und polnischen Forschern war laut Ministerium für Wissenschaft, Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten in Mecklenburg-Vorpommern in der vergangenen Woche vor Ort, um die Wracks zu untersuchen. Geleitet wurden die Tauchgänge vom deutschen Meeresarchäologen Jens Auer.
Ziel der Mission: Die versunkenen Schiffe exakt dokumentieren und ihren Zustand bewerten. Koordiniert wird das Projekt vom schwedischen Wrackmuseum „Vrak“ in Stockholm – gemeinsam mit Experten aus Mecklenburg-Vorpommern. Laut „Vrak“ handelt es sich um Handelsschiffe namens „Cecilia“ und „Postiljon“ .
Masten, Ruder und Segel wurden gefunden
Für Kulturministerin Bettina Martin ist klar: „Diese Funde sind ein einzigartiger Schatz.“ Tatsächlich erzählen die Wracks von der bewegten Geschichte der Ostsee – als wichtiger Handelsweg, aber auch als Schauplatz von Kriegen. Die untergegangenen Schiffe sind stille Zeugen dieser Zeit und könnten sogar neue Erkenntnisse über den historischen Schiffbau liefern. Was gefunden wurde? Masten, Ruder und Segel.
Doch die Schätze auf dem Meeresgrund sind bedroht. Strömungen, Stürme und Erosion setzen den Wracks zu – und ein kleiner, aber gefährlicher Gegner: der Schiffsbohrwurm. Die eingeschleppte Muschel frisst sich durch das Holz der alten Schiffe und lässt viele Fundorte langsam verschwinden.




