Fassungslosigkeit im Spreewald: Als ein Landwirt aus Raddusch seine Herde impfen wollte, zeigte sich auf seiner Weide ein Bild des Schreckens. 48 Rinder fehlten plötzlich – weg, verschwunden, offenbar gestohlen.
Rinder-Schaden liegt bei rund 75.000 Euro
Der wirtschaftliche Schaden ist enorm: Nach Angaben der Polizei beläuft sich der auf rund 75.000 Euro. Der Fall beschäftigt jetzt die Kriminalpolizei.
Keine Hinweise, dass Tiere ausgerissen sein könnten
Der Bauer aus Raddusch im Landkreis Oberspreewald-Lausitz meldete den Tierdiebstahl am Freitagmorgen. Nach Angaben der Polizeidirektion Süd gibt es bislang keine Hinweise darauf, dass die Tiere ausgerissen sein könnten.
Die Ermittler gehen eher davon aus, dass die Rinder gestohlen wurden. Wie die Täter vorgingen und wann genau die Tiere verschwanden, ist derzeit noch unklar.
Beim Diebstahl waren wohl Profis am Werk
Für den betroffenen Betrieb ist das ein harter Schlag. Wie der Landwirt dem RBB sagte, sollen es die Täter vor allem auf Mutterkühe und ihre Kälber im Alter zwischen sechs und zehn Monaten abgesehen haben. Er geht davon aus, dass hier Profis am Werk waren. Denn so viele Tiere einzufangen, ruhig zu halten und anschließend zu verladen, gilt selbst für erfahrene Halter als aufwendig.

Brisant ist der Fall auch deshalb, weil es nicht der erste Vieh-Diebstahl dieser Art in Brandenburg ist. Vor knapp zweieinhalb Wochen verschwanden in Uebigau-Wahrenbrück im Elbe-Elster-Kreis ebenfalls dutzende Rinder. Die Polizei sprach dort von 70 gestohlenen Tieren und einem Schaden von rund 50.000 Euro.
Nicht der erste Fall von Rinder-Diebstahl in Brandenburg
Damals sagte Eckhard Tzschoppe, Leiter der Rinderproduktion der Agrargenossenschaft Gräfendorf, der BILD: „Die wussten sehr genau, wo sie nicht gesehen werden, was sie suchen, und wo sie es finden.“




