Urlauber kühlen sich am Strand Punta Prima in Sant Lluis, im Süden von Menorca, ab. Bei der Rückkehr müssen deutsche Feriengäste in Quarantäne.  dpa/Jordi Boixareu

Es wird immer unübersichtlicher: Ab Dienstag gelten ganz Spanien und die Niederlande als neue Hochrisikogebiete, die französischen Urlaubsregionen Provence und Okzitanien sind ab Sonntag einfache Risikogebiete. Wer aus einem einfachen Risikogebiet kommt, muss keine allzu hohen Hürden nehmen. Nach der Rückkehr aus einem Hochinzidenzgebiet ist es schon aufwendiger.

Wie ist die Situation in den europäischen Urlaubsländern?

In den vergangenen Wochen spannte sich die Lage wieder mehr an: Großbritannien gilt aktuell als Hochinzidenzgebiet, aber nicht mehr als Virusvariantengebiet; die dort zirkulierende Delta-Variante hat sich schließlich inzwischen auch in Deutschland stark ausgebreitet. Aktuell gibt es somit in Europa keine Virusvariantengebiete mehr.

Portugal und Zypern wurden im Juli zu Hochinzidenzgebieten erklärt. Ab Dienstag gehörten auch die Niederlande und Spanien dazu, einschließlich der Kanaren und der Balearen. Auch Georgien gilt ab dann als Hochinzidenzgebiet.

Als einfache Risikogebiete eingestuft sind Griechenland und die Türkei sowie Teile Kroatiens und nun auch Frankreichs - und neuerdings ganz Irland und ganz Dänemark. Auch Malta und Monaco gelten ab Sonntag als Risikogebiete.

Welche Vorschriften gelten für Reiserückkehrer aus Risikogebieten?

Die Reiseverordnung der Bundesregierung unterscheidet zwischen drei Kategorien: Die „normalen“ Risikogebiete, Hochinzidenzgebiete und Virusvariantengebiete. Letztere sind Regionen, in denen eine neue Mutante verbreitet auftritt.

Einreiseanmeldung:

Die digitale Einreiseanmeldung muss vornehmen, wer innerhalb der letzten zehn Tage vor der Einreise in einem Risikogebiet war.

Quarantäne und Tests:

Wer sich in den letzten zehn Tagen in einer zum Zeitpunkt der Einreise als Risikogebiet eingestuften Region aufgehalten hat, muss nach der Einreise auf eigene Kosten für zehn Tage in Quarantäne.

Die Absonderung wird bei der Rückkehr aus einfachen Risikogebieten früher beendet, wenn ein negatives Testergebnis oder ein Genesen- oder Impfnachweis vorgelegt wird.

Bei der Rückkehr aus einem Hochinzidenzgebiet darf die zugrunde liegende Testung frühestens fünf Tage nach der Einreise erfolgt sein. Genesene und vollständig Geimpfte müssen allerdings auch bei der Rückkehr aus einem Hochinzidenzgebiet nicht in Quarantäne.

Für Menschen, die aus einem Virusvariantengebiet zurückkehren, dauert die Quarantäne 14 Tage. Sie gilt auch für Genesene und Geimpfte - und kann auch nicht durch einen Test verkürzt werden. Ab dem 28. Juli kann die Quarantäne früher enden, wenn das betroffene Gebiet währenddessen herabgestuft wird. Auch Menschen, die mit gegen die Variante hinreichend wirksamen Impfstoff voll geimpft sind, müssen nicht in Quarantäne, wenn das RKI dies festgestellt und bekanntgegeben hat.

Was gilt für Flugreisen?

Alle Menschen, die per Flugzeug in die Bundesrepublik einreisen, müssen vor dem Abflug dem Beförderer ein negatives Testergebnis, einen Impfnachweis oder einen Genesenennachweis vorlegen - und zwar unabhängig davon, ob das Land des Starts einen Risiko-Status hat.