Anwalt enthüllt Details

Schwere Vorwürfe gegen schwulen Schiri aus der Bundesliga

Nach dem emotionalen Antrag im Bundesliga-Stadion erheben Betroffene schwere Vorwürfe und ihr Anwalt spricht jetzt Klartext.

Author - Tobias Esters
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Pascal Kaiser und sein Verlobter nach dem Antrag vor 50.000 Menschen.
Pascal Kaiser und sein Verlobter nach dem Antrag vor 50.000 Menschen.Steffie Wunderl/IMAGO

Es war ein emotionaler Moment, der um die Welt ging: Beim Spiel des 1. FC Köln gegen Wolfsburg machte Schiedsrichter Pascal Kaiser vor 50.000 Fans seinem Partner einen Heiratsantrag. Doch die Liebesgeschichte bekommt einen bitteren Beigeschmack. Rechtsanwalt Oliver Strank erhebt im KURIER schwere Vorwürfe und spricht von offenen Forderungen und jahrelangen Problemen.

Bar-Betreiber zeigt Ex-Mitarbeiter an

Im Herbst 2024 hatte ihn der Betreiber einer Bar in Köln angezeigt. Der Vorwurf: Kaiser soll während der Arbeit unter anderem Wechselgeld aus der Kasse gestohlen, einen privaten Geburtstag auf Kosten der Firma ausgerichtet und Umsatz unterschlagen haben. Es gehe um Forderungen zwischen 5000 und 6000 Euro.

Nun äußerte sich Rechtsanwalt Oliver Strank, der mehrere mutmaßlich Geschädigte vertritt. Unter anderem den Medienmanager und Musikproduzenten Bernd Reisig und den Betreiber der Kölner Bar.

Im Fall von Reisig geht es um eine Darlehensforderung aus dem Jahr 2022, die bis heute nicht beglichen worden sein soll. Strank erklärt: Die Forderung sei tituliert, seit über zwei Jahren versuche man, das Geld zu vollstrecken – bislang ohne Erfolg.

Rechtsanwalt Oliver Strank vertritt mehrere mutmaßlich Geschädigte und erhebt schwere Vorwürfe gegen den Schiedsrichter.
Rechtsanwalt Oliver Strank vertritt mehrere mutmaßlich Geschädigte und erhebt schwere Vorwürfe gegen den Schiedsrichter.Foto: Karoline Wolf

Laut Strank melden sich inzwischen immer mehr mutmaßliche Geschädigte. Viele sähen nun erstmals eine Chance, doch noch zu ihrem Recht zu kommen.

Darum wurde das Verfahren eingestellt

Auf Anfrage des KURIER nahm auch die Staatsanwaltschaft Köln Stellung. Oberstaatsanwalt Ulrich Bremer erklärte, dass Verantwortliche einer Kölner Bar bereits 2024 Strafanzeige gegen einen ehemaligen Angestellten gestellt hätten.

Das Verfahren sei zunächst eingestellt worden, weil der Aufenthaltsort des Beschuldigten unklar gewesen sei. Inzwischen sei jedoch bekannt, wo er gemeldet ist.

Keine Fahndung, aber weitere Ermittlungen

Bremer stellte klar: Es bestehe kein Haftbefehl, und es werde aktuell nicht nach ihm gefahndet. Dennoch werde weiterhin ermittelt. Neue Erkenntnisse – auch aus den sozialen Medien rund um den Stadion-Auftritt – würden berücksichtigt.

Der KURIER versuchte zudem, den Anwalt von Pascal Kaiser zu kontaktieren. Eine Stellungnahme wollte dieser nicht abgeben.

Während die Staatsanwaltschaft weiter prüft und Geschädigte auf Aufklärung hoffen, bleibt vorerst offen, wie diese Geschichte endet. Sicher ist nur: Der romantische Stadion-Moment wirft inzwischen einen langen Schatten.

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