Im Dresdner Zwinger herrscht derzeit höchste Alarmstufe. Mehrere Jahre nach dem spektakulären Einbruch ins Grüne Gewölbe stehen die berühmten Kunstsammlungen erneut im Fokus möglicher Krimineller.
Museumsnetzwerk war im Januar außer Gefecht gesetzt
Täter sollen es diesmal auf wertvolle Stücke aus der legendären Porzellansammlung von Sachsens ehemaligem Kurfürsten August dem Starken abgesehen haben, berichtet die Bild-Zeitung. Auslöser für die verschärften Maßnahmen war ein Hackerangriff auf die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) am 21. Januar 2026. Dabei wurde das Museumsnetzwerk außer Gefecht gesetzt.
Parallel soll es Hinweise aus dem Ausland gegeben haben, die auf konkrete Diebstahlpläne hindeuteten. Laut Bild hätten es Unbekannte insbesondere auf eine kostbare chinesische Drachenvase sowie eine über 1000 Jahre alte sogenannte Ru-Schale abgesehen. Eine vergleichbare Schale wurde 2017 bei Sotheby’s für 37,7 Millionen Dollar (rund 32,1 Mio. Euro) versteigert.
Die chinesische Drachenvase sowie die Ru-Schale sollen aus der Ausstellung genommen und an einen sicheren Ort gebracht worden sein. Auch die Schutzvorkehrungen der Ausstellung wurden massiv erhöht. Tag und Nacht bewachen nun mehrere Wachleute als auch Polizisten die Sammlung.

Die Ermittlungen zum geplanten Raub liegen in den Händen des Landeskriminalamts Sachsen. Es soll extra eine Soko-Einheit gegründet worden sein. Wie die Generalstaatsanwaltschaft gegenüber der Zeitung bestätigte, dauern die Untersuchungen an. Details könnten derzeit aus ermittlungstaktischen Gründen nicht genannt werden, erklärte Oberstaatsanwalt Raymond Becker.


