Höchste Sicherheitsstufe

Raub-Alarm im Dresdner Zwinger, Schätze des Ostens in Gefahr!

Im Dresdner Zwinger herrscht höchste Alarmstufe. Unbekannte sollen es auf eine Drachenvase und eine millionenschwere Ru-Schale abgesehen haben.

Author - Mariella Mandurino
Teilen
Ein geplanter Porzellanraub im Dresdner Zwinger beschäftigt nun Polizei und LKA.
Ein geplanter Porzellanraub im Dresdner Zwinger beschäftigt nun Polizei und LKA.Sylvio Dittrich/Imago

Im Dresdner Zwinger herrscht derzeit höchste Alarmstufe. Mehrere Jahre nach dem spektakulären Einbruch ins Grüne Gewölbe stehen die berühmten Kunstsammlungen erneut im Fokus möglicher Krimineller.

Museumsnetzwerk war im Januar außer Gefecht gesetzt

Täter sollen es diesmal auf wertvolle Stücke aus der legendären Porzellansammlung von Sachsens ehemaligem Kurfürsten August dem Starken abgesehen haben, berichtet die Bild-Zeitung. Auslöser für die verschärften Maßnahmen war ein Hackerangriff auf die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) am 21. Januar 2026. Dabei wurde das Museumsnetzwerk außer Gefecht gesetzt.

Parallel soll es Hinweise aus dem Ausland gegeben haben, die auf konkrete Diebstahlpläne hindeuteten. Laut Bild hätten es Unbekannte insbesondere auf eine kostbare chinesische Drachenvase sowie eine über 1000 Jahre alte sogenannte Ru-Schale abgesehen. Eine vergleichbare Schale wurde 2017 bei Sotheby’s für 37,7 Millionen Dollar (rund 32,1 Mio. Euro) versteigert.

Die chinesische Drachenvase sowie die Ru-Schale sollen aus der Ausstellung genommen und an einen sicheren Ort gebracht worden sein. Auch die Schutzvorkehrungen der Ausstellung wurden massiv erhöht. Tag und Nacht bewachen nun mehrere Wachleute als auch Polizisten die Sammlung.

Unbekannte Diebe sollen eine über 1000 Jahre alte wertvolle Ru-Schale aus der Porzellansammlung des Dresdner Zwingers ins Visier genommen haben.
Unbekannte Diebe sollen eine über 1000 Jahre alte wertvolle Ru-Schale aus der Porzellansammlung des Dresdner Zwingers ins Visier genommen haben.Staatliche Kunstsammlung Dresden

Die Ermittlungen zum geplanten Raub liegen in den Händen des Landeskriminalamts Sachsen. Es soll extra eine Soko-Einheit gegründet worden sein. Wie die Generalstaatsanwaltschaft gegenüber der Zeitung bestätigte, dauern die Untersuchungen an. Details könnten derzeit aus ermittlungstaktischen Gründen nicht genannt werden, erklärte Oberstaatsanwalt Raymond Becker.

Hackerangriff soll aus Asien stammen

Angeblich habe das LKA bereits Verdächtige im Visier. Der Hackerangriff soll aus Asien stammen und mit dem geplanten Verbrechen in Verbindung stehen, heißt es weiter.

Trotz der Bedrohungslage bleiben die Ausstellungen nun ohne die beiden Schmuckstücke für Besucher geöffnet. Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden bestätigten zwar den Cyberangriff, betonten aber, dass sowohl die Sicherheit der Gäste als auch der Kunstwerke gewährleistet sei.