All you can eat?

Fiese Tricks im Gasthaus: So werden Sie gezwunge, am Buffet weniger zu essen

Viele Restaurants bieten Buffets zum vermeintlich kleinen Preis an. Doch hier wird oft mit allerlei Tricks gearbeitet, damit die Kunden nicht so viel futtern.

Author - Florian Thalmann
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Buffets sind verlockend: Essen, so viel man möchte? Mit einfachen Tricks wird der Appetit der Kunden etwas gebremst, damit es für die Gastwirte nicht so teuer wird.
Buffets sind verlockend: Essen, so viel man möchte? Mit einfachen Tricks wird der Appetit der Kunden etwas gebremst, damit es für die Gastwirte nicht so teuer wird.Daniel Scharinger/imago

Gehen Sie gern mal in ein Restaurant? Viele gönnen sich gern mal einen Gaststättenbesuch, ob zu einem besonderen Anlass oder einfach so, wenn am Wochenende nicht gekocht werden soll. Besonders verlockend klingen dabei All-you-can-eat-Restaurants, in denen ein Buffet serviert wird. Man zahlt meist keinen allzu hohen Preis und kann essen bis zum Abwinken. Ein guter Deal? Nicht unbedingt – denn immer wieder wird bei den Buffets getrickst. Das Zauberwort ist Psychologie: Mit verschiedenen Methoden werden die Gäste unterbewusst dazu gebracht, dass sie weniger essen. Wir verraten sieben einfache Tricks, mit denen das gelingt. Denken Sie mal an Ihren letzten Besuch im Buffet-Restaurant zurück …

In vielen Buffet-Restaurants wurd getrickst

Menschen sind berechenbar und lassen sich herrlich einfach lenken. Das bekommt man etwa in Supermärkten immer wieder besonders deutlich vor Augen geführt. Angefangen beim Obst, das immer am Anfang des Marktes zu finden ist: Wer schon etwas Gesundes im Wagen hat, belohnt sich am Süßigkeiten-Regal später leichter.

Die Wagen werden immer größer, damit sie leer wirken und wir mehr einkaufen – und an den Kassen wartet dann noch die von Eltern gefürchtete Quengelzone.

Doch nicht nur in Supermärkten wird getrickst, damit wir mehr kaufen, als wir wollen. Es geht auch umgekehrt: In Buffet-Restaurants ist es für die Gastwirte besonders wichtig, dass die Gäste so wenig wie möglich essen. Und auch dafür gibt es Tricks.

Wir verraten sieben Kniffe, die dafür sorgen können, dass die Gäste weniger zulangen – das spart den Betreibern jede Menge Geld. Unklar ist natürlich, ob wirklich alle Betreiber der Lokale auf solche Tricks setzen – letztlich entscheidet jeder selbst, wie sehr er den Appetit seiner Gäste mit den Kniffen drosselt.

Kleine Teller und günstige Speisen

Trick 1: Kleine Teller! Im Supermarkt sind die Einkaufswagen groß, damit sie leer wirken – im Restaurant werden am Buffet oft kleinere Teller platziert, damit sie schneller voll wirken! So bekommen die Gäste schneller das Gefühl, dass sie schon viel gegessen haben. Außerdem verlängert es die Aufenthaltszeit, wenn man häufiger zum Buffet gehen muss, um Nachschlag zu holen. Dadurch kann das Sättigungsgefühl einsetzen, bevor man sich zu sehr den Bauch vollgeschlagen hat.

Trick 2: Zuerst die günstigen Sattmacher, teure Speisen verstecken! Oft sind am Anfang des Buffets die eher günstigen Sattmacher zu finden: Beilagen wie Reis, Nudeln oder Kartoffeln sind preiswert in der Herstellung. Am Ende des Buffets gibt es dann Fisch und Fleisch. Speisen, die oft auch etwas versteckt werden. Wenn man bei diesen Leckereien ankommt, ist der Teller bereits gefüllt und es bleibt weniger Platz für die teuren Zutaten.

Vorn die preiswerten Sattmacher, weiter hinten die günstigeren Speisen: So können Gastwirte verhindern, dass die Kunden sich die Teller mit den edleren Gerichten vollladen.
Vorn die preiswerten Sattmacher, weiter hinten die günstigeren Speisen: So können Gastwirte verhindern, dass die Kunden sich die Teller mit den edleren Gerichten vollladen.Breuel-Bild/imago

Trick 3: Kleine Schalen am Buffet! Auch das kann funktionieren: Vor allem teure Speisen werden in kleineren Schalen auf dem Buffet angeboten. Denn viele haben Skrupel, sich zu viel von der Speise zu nehmen, wenn sie das Gefühl haben, dass nur noch wenig vorhanden ist. Die letzte Praline in der Schachtel will auch immer niemand ...

Getränke machen satt, unbequeme Wege faul

Trick 4: Getränke machen satt! Getränke werden in Buffet-Restaurants nicht selten in großen Gläsern serviert. Der Grund liegt auf der Hand: Wenn der Bauch schnell mit Wasser, Limo oder Bier gefüllt ist, ist nicht mehr so viel Platz für andere Gerichte. Und die Getränke sind wesentlich günstiger als teurer Fisch und teures Fleisch. Ein anderer Vorteil: Die Getränke sind meist nicht im Preis des Buffets enthalten. Sie verdienen damit also mehr Geld, während sie am anderen Ende sparen können.

Trick 5: Unbequeme Wege! Manche Buffets werden besonders verschachtelt aufgebaut und die Laufwege möglichst kompliziert durch Tische und Stühle unterbrochen. Der Grund: Wenn die Gäste eigentlich schon satt sind, kann sich ein schwieriger Weg zum Buffet auf die Entscheidung auswirken, ob man noch einen Nachschlag holen möchte.

Trick 6: Zeiten beachten! Auch mit der Zeit wird gespielt. Zum einen, weil manche Restaurants feste Essenszeiten anbieten. Man darf dort nicht fünf Stunden am Tisch sitzen bleiben, sondern bekommt nur ein bestimmtes Zeitfenster, in dem man sich bedienen kann. Gegen Ende der Zeit oder wenn die Schließung bevorsteht, werden dann manche Speisen auch nur noch eingeschränkt nachgefüllt. Das vermeidet auf den ersten Blick Reste – aber was nicht da ist, kann auch nicht gegessen werden.

Buffets im Restaurant: Augen größer als der Mund

Trick 7: Selbstüberschätzung fördern! Letztlich ist der wichtigste Trick der Buffet-Restaurants, dass das Angebot sehr verlockend klingt. Tatsächlich sind die meisten Menschen aber schon nach kurzer Zeit satt. Es hängt von der Größe des Magens ab, wie viele Portionen man wirklich schafft. Ob sich der Ausflug ins Buffet-Restaurant lohnt, hängt also davon ab, wie viel jeder Einzelne essen kann. In den meisten Fällen sind aber – wie Mutti gesagt hätte – die Augen größer als der Mund.