Während Deutschland um Buckelwal Timmy bangt – auf TikTok wird er auch Hope genannt –, ist auf der anderen Seite der Erde ein entfernter Verwandter umgekommen: Ein Pottwal ist im Pazifischen Ozean verstorben. Der Gigant wurde in den Philippinen angespült.
40 Tonnen schwerer Wal gestrandet
Es ist ein beeindruckender Fund: An einer philippinischen Küste ist ein 15 Meter langer Pottwal verendet. Aufgrund der Größe wird vermutet, dass es sich um ein ausgewachsenes Männchen handelt. Die örtlichen Behörden untersuchen nun die genaue Todesursache des Tieres. Denn: Die Zahnwale leben normalerweise fernab der Küsten in tiefen Gewässern. Eine Autopsie soll nun klären, wie es zu seiner Strandung kommen konnte.

Zeitgleich laufen die aufwendigen Vorbereitungen für die Bergung und Entsorgung des tonnenschweren Kadavers. Schätzungsweise liegt sein Gewicht bei rund 40 Tonnen – also so viel wie ein schwerer Lastwagen oder eine große Dampflok.
Woran sterben Potwale? Die häufigsten Ursachen
Pottwale stranden oft, wenn sie krank, geschwächt oder verletzt sind. Entzündungen, Parasiten, innere Schäden oder Nahrungsmangel können dazu führen, dass die Tiere ihre Orientierung verlieren oder nicht mehr ausreichend tauchen und jagen können. Besonders Pottwale, die große Tiefen aufsuchen, sind auf volle körperliche Leistungsfähigkeit angewiesen – schon kleine gesundheitliche Probleme können fatale Folgen haben.

Ein weiterer wichtiger Faktor ist Orientierungslosigkeit. Pottwale navigieren mithilfe von Echoortung und vermutlich auch am Erdmagnetfeld. In flachen Küstengewässern, bei Sandbänken oder ungünstigen Strömungen können diese Systeme gestört werden. Gerät ein Wal erst einmal ins seichte Wasser, kommt er wegen seines Gewichts und der Gezeiten oft nicht mehr selbstständig zurück ins offene Meer.
Hinzu kommen menschliche Einflüsse. Unterwasserlärm durch Sonar, Schiffsverkehr oder industrielle Messungen kann Wale stressen oder in Panik versetzen. Auch Schiffskollisionen, Plastikmüll und verlorene Fischernetze spielen eine große Rolle. Bei Pottwalen wird zudem beobachtet, dass ihr starkes Sozialverhalten Strandungen begünstigen kann: Gerät ein Tier in Not, folgen andere ihm, was im schlimmsten Fall zu mehreren gestrandeten und verendeten Tieren führt.


