Tödliche Hundeattacke

Tragödie: Pitbull tötet kleines Mädchen (4) – Halterin ist die Mutter

Ein vierjähriges Mädchen stirbt nach einer Pitbull-Attacke. Der Hund stammte aus dem familiären Umfeld. Die Polizei ermittelt.

Author - Sharone Treskow
Teilen
Ein Pitbull-Terrier hat in Sachsen-Anhalt ein vierjähriges Mädchen tödlich verletzt. (Symbolfoto)
Ein Pitbull-Terrier hat in Sachsen-Anhalt ein vierjähriges Mädchen tödlich verletzt. (Symbolfoto)Miljan Zivkovic/Imago

Ein tragischer Vorfall erschüttert das Osternienburger Land in Sachsen-Anhalt. In der Ortschaft Drosa ist ein vier Jahre altes Mädchen nach einer Attacke eines Pitbull-Rüden ums Leben gekommen. Nach bisherigen Erkenntnissen stammte der Hund aus dem familiären Umfeld des Kindes. Trotz eines Großeinsatzes von Rettungskräften konnte die Vierjährige nicht mehr gerettet werden.

Hund stammt aus der Familie

Nach Angaben der Polizei ereignete sich der Vorfall am Mittwochnachmittag. Das Mädchen erlitt bei dem Angriff so schwere Verletzungen, dass jede Hilfe zu spät kam. Neben Rettungsdienst und Notarzt war auch ein Rettungshubschrauber im Einsatz. Die Einsatzkräfte versuchten, das Kind zu reanimieren, konnten sein Leben jedoch nicht retten. Die Vierjährige starb noch am Unglücksort.

Besonders erschütternd: Der Hund soll aus dem unmittelbaren familiären Umfeld des Kindes stammen. Nach bisherigen Erkenntnissen lebten das Mädchen und das Tier im selben Haushalt. Bei dem Hund handelt es sich laut übereinstimmenden Medienberichten um einen Pitbull-Rüden. Die Halterin des Tieres ist die 32 Jahre alte Mutter des Kindes.

Der Pitbull-Rüde soll aus dem familiären Umfeld des Kindes gestammt haben. (Symbolfoto)
Der Pitbull-Rüde soll aus dem familiären Umfeld des Kindes gestammt haben. (Symbolfoto)Banu Sevim / Imago

Auf ihren Social-Media-Profilen hatte die Frau in der Vergangenheit mehrfach Bilder mit dem grau-weißen Hund veröffentlicht und ihre enge Bindung zu dem Tier dokumentiert. Noch wenige Tage vor dem tödlichen Vorfall teilte sie ein gemeinsames Foto mit den Worten: „Du bist alles für mich“, ergänzt durch ein Herz-Emoji.

Polizei ermittelt nach tödlichem Vorfall

Als die Polizei am Einsatzort eintraf, verhielt sich der Hund nach Angaben der Beamten unauffällig. Im Einsatzbericht wurde festgehalten: „Keine gegenwärtige Gefahr durch Hund.“ Die Hintergründe der Attacke sind bislang jedoch noch nicht geklärt.

Wie der MDR berichtet, laufen inzwischen Ermittlungen wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung gegen den Besitzer des Hundes. Die genauen Abläufe vor der Attacke werden derzeit rekonstruiert. Bislang ist unklar, wie es zu dem folgenschweren Angriff kommen konnte.

Die Polizei beschlagnahmte den Hund nach dem tödlichen Vorfall. (Symbolfoto)
Die Polizei beschlagnahmte den Hund nach dem tödlichen Vorfall. (Symbolfoto)Wirestock/Imago

Der Hund wurde von den Behörden beschlagnahmt und aus dem familiären Umfeld entfernt. Ein Sprecher des Lage- und Führungszentrums der Polizeiinspektion Dessau-Roßlau bestätigte den Todesfall und erklärte: „Von dem Tier geht keine Gefahr mehr aus. Der Hund wurde beschlagnahmt und an eine Tierschutz-Einrichtung übergeben.“

Debatte über Pitbulls flammt erneut auf

Der tragische Todesfall dürfte erneut die Diskussion über sogenannte Listenhunde anheizen. Pitbulls zählen in mehreren Bundesländern zu den Hunderassen, für die besondere Auflagen gelten können. Experten weisen jedoch regelmäßig darauf hin, dass aggressives Verhalten von Hunden von vielen Faktoren abhängt, darunter Haltung, Erziehung, Sozialisation und individuelle Veranlagung.

Grundsätzlich können auch Pitbulls als Familienhunde gehalten werden. Gleichzeitig verfügen die Tiere über eine hohe körperliche Kraft und Beißstärke. Kommt es zu Angriffen, sind die Folgen daher oft besonders schwerwiegend – wie nun leider dieser tragische Fall zeigt.

Wie ist Ihre Meinung zu dem Thema? Schicken Sie uns einen Leserbrief per Mail an leser-bk@berlinerverlag.com.