Was als Kunstprojekt begann, ist nun ein Fall für die Behörden. Ein indischer Elefant ist tot, und auf Social Media bricht eine wütende Diskussion aus: Besiegelte das pinke Shooting Chanchals Tod?
Pinkes Shooting sorgt für heftige Kritik
Ein Fotoshooting der russischen Fotografin Julia Buruleva hat eine internationale Kontroverse ausgelöst. Die Reisefotografin veröffentlichte auf Social Media Aufnahmen, die eine Frau posierend auf einem pink angemalten Elefanten zeigen. Das 65 Jahre alte Tier starb später– empörte Social-Media-Nutzer stellen nun einen Zusammenhang her.
Berichten zufolge wurde das Fotoshooting im vergangenen Jahr durchgeführt, die Posts gingen allerdings erst jetzt viral. Obwohl die Todesursache bislang nicht eindeutig festgestellt wurde, vermuten User, dass die pinke Farbe für Chanchals Tod verantwortlich sein könnte.
Fotografin und Besitzer verteidigen das Shooting
In einem Beitrag schrieb die Fotografin: „Für alle, die sich Sorgen um den Elefanten machen – wir haben organische, lokal hergestellte Farbe (Gulaal, Anm. d. Red.) verwendet, dieselbe, die Einheimische für Festivals benutzen, also war sie absolut sicher für das Tier.“ Die Forstbehörde von Rajasthan hat inzwischen eine Untersuchung eingeleitet.
Laut Angaben des Besitzers wurde der Elefant zu diesem Zeitpunkt nicht für Ritte genutzt, das Shooting habe gerade einmal zehn Minuten gedauert. Er bestätigte zudem, dass organischer Gulaal auf das Tier aufgetragen und unmittelbar nach dem Shooting wieder abgewaschen worden sei. Ergänzend sagte er, dass der Elefant im Februar im Alter von 65 Jahren gestorben sei. Es sei ein Alter, das bei Elefanten als hoch gilt – daher könnte man davon ausgehen, dass der Tod auf natürliche Ursachen zurückzuführen sei.
Prominente Kritik an Elefanten-Ausbeutung
Die indische Schauspielerin Rupali Ganguly äußerte scharfe Kritik hinsichtlich der Nutzung von Elefanten als Requisiten. In einem Brief an den Premierminister schrieb sie, Chanchals Fall zeige, wie stark die Öffentlichkeit gegen die Ausbeutung von Elefanten sensibilisiert sei.



