Zum ersten Mal seit der Einführung des Euro steht eine komplette Neugestaltung der Banknoten an. Die Europäische Zentralbank hat jetzt zehn Entwürfe veröffentlicht. Bis zum 21. September können Bürger aus ganz Europa ihre Favoriten wählen.
So könnten unsere Euro-Scheine bald aussehen
Wer künftig einen 5, 10 oder 50 Euro-Schein aus der Geldbörse zieht, könnte schon in einigen Jahren ein völlig neues Design in der Hand halten. Die Europäische Zentralbank (EZB) hat am Donnerstag die Endauswahl für die nächste Euro-Banknotenserie vorgestellt. Jetzt sind Sie gefragt: In einer öffentlichen Online-Umfrage können sie bis zum 21. September 2026 ihre Meinung zu zehn verschiedenen Entwürfen abgeben.
Ten selected design proposals for the next series of euro banknotes have been unveiled.
— European Central Bank (@ecb) July 23, 2026
Explore the proposals and tell us which ones you prefer.
Have your say https://t.co/VvcczFFxX3 pic.twitter.com/mZGWAdaz62
Mit der neuen Serie soll Bargeld auch künftig sicher und alltagstauglich bleiben. Nach Angaben der EZB erhalten die Scheine moderne Sicherheitsmerkmale, damit sie schwerer zu fälschen sind und ihre Echtheit einfacher überprüft werden kann.
Gleichzeitig sollen sie für Menschen mit Sehbeeinträchtigungen leichter nutzbar sein. Außerdem arbeitet die Zentralbank daran, den ökologischen Fußabdruck der Banknoten zu verringern. Geplant sind langlebigere Materialien und nachhaltigere Produktionsverfahren.
Kreative Designs: Zwei Themen stehen zur Auswahl
EZB-Präsidentin Christine Lagarde: „Euro-Banknoten sind mehr als ein Zahlungsmittel – sie sind eine der greifbarsten Ausdrucksformen Europas.“ Sie ergänzt: „Durch Designs, die Schönheit und Sinn in sich vereinen, werden sie unsere gemeinsame Identität stärken.“

Die zehn Designs basieren auf zwei verschiedenen Themen. Zur Auswahl stehen „Europäische Kultur“ sowie „Flüsse und Vögel“. Die jeweiligen Motive sollen die Themen auf den künftigen Banknoten widerspiegeln.
Die Vorschläge stammen aus einem europaweiten Designwettbewerb. Mehr als 1200 Grafikdesignerinnen und Grafikdesigner hatten sich beworben. 25 von ihnen durften ihre Ideen ausarbeiten. Eine unabhängige Jury mit 21 Fachleuten wählte daraus schließlich die zehn Finalisten aus.
So geht es nach der Abstimmung weiter
Parallel zur öffentlichen Abstimmung befragt die EZB auch eine repräsentative Gruppe von Bürgern im Euroraum. Die Ergebnisse beider Umfragen sollen später veröffentlicht werden.
Der EZB-Rat will voraussichtlich gegen Ende des Jahres entscheiden, welches Design künftig auf den Euro-Banknoten zu sehen sein wird. Dabei fließen neben den Umfrageergebnissen auch die Bewertung der Fachjury und technische Prüfungen ein.

Anschließend wird das ausgewählte Motiv weiterentwickelt und getestet, bevor die Produktion beginnt. Die neuen Geldscheine sollen in den kommenden Jahren nach und nach in Umlauf kommen.


