Eine irre Idee, mit der sich auf bitter-süße Weise gegen die hohen Energiepreise anfeuern lässt! Ein polnischer YouTuber hat mehr als 130 Supermarkt-Donuts verheizt, um zu testen, ob sich ein Zimmer damit günstiger wärmen lässt als mit Holzpellets.
Pfannkuchen zum Spottpreis eingekauft
Marek Hoffmann, im Netz bekannt als AdBuster, kam auf die schräge Heiz-Idee, weil kurz vor Polens traditionellem „Fetten Donnerstag“ Pfannkuchen wahnsinnig billig werden und pro Kilo weniger kosten als manche Heizstoffe.
Der „Fette Donnerstag“ ist ein polnischer Brauch, der am letzten Donnerstag in der Faschingszeit gefeiert wird. In Teilen Deutschlands kennt man ihn als „Schmutziger Donnerstag“ oder „Weiberfastnacht“. Am letzten Schlemmer-Donnerstag vor der Fastenzeit werden in Polen traditionell Pfannkuchen, Pączek genannt, verspeist. Denn der Überlieferung nach bringt der Verzehr von mindestens einem Pączek an diesem Tag Glück für das kommende Jahr.
Pfannkuchen haben gleichen Brennwert wie Holz
Hoffmann verglich den Brennwert von Holzbriketts – 18,27 Megajoule pro Kilogramm – mit dem von Krapfen, die auf etwa 18,5 Megajoule pro Kilogramm kommen.
A Polish YouTuber just heated his house by burning 133 Lidl donuts in his stove.
— InvestorFromEurope (@TheDealMakerGuy) February 12, 2026
14°C→22°C. Burned for 5+ hours.
Donuts have almost the same energy value as wood pellets - but at €0.0024 per donut, they're insanely cheaper.
Fat Thursday in Poland just solved energy crisis.🍩 https://t.co/LBvm9xDFWK pic.twitter.com/ZPSAkWbeoz
Für sein Experiment kaufte er am „Fetten Donnerstag“ schließlich 133 Donuts zum Schleuderpreis von jeweils 0,24 Euro-Cent pro Donut. Zehn Kilogramm kosteten so weniger als 1,60 Euro. Hoffmann stopfte die Krapfen in einen kleinen gusseisernen Ofen, entzündete darunter ein Feuer – und filmte, wie die Temperatur auf mehrere hundert Grad Celsius kletterte.
„Es brennt jetzt seit fast fünf Stunden ohne Unterbrechung, und ein Ende ist nicht in Sicht. Das Öl aus den Pfannkuchen kocht ununterbrochen“, freute er sich im Video. Die Temperatur in seinem Zimmer erhöhte sich von 14 auf kuschlige 22 Grad.
Moralische Bedenken bei Krapfen-Heizung
Ganz ohne Bauchschmerzen sieht er das Experiment allerdings nicht. Technisch funktioniere es zwar, doch es werfe praktische und moralische Fragen auf. „Es stellt sich die Frage, ob es nicht besser wäre, wenn jemand diese Krapfen essen würde“, meint Marek.




