Portugal

Erzieherin vergisst Mädchen in Auto - tot

Drama in Portugal: Als eine Mutter ihr Kind nachmittags aus dem Kindergarten abholen will, ist es nicht da. Erst dann wird bemerkt, dass es morgens im Kleinbus vergessen wurde – zu spät.

Author - Stefanie Hildebrandt
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Ein Krankenwagen vor einem Krankenhaus in Portugal. Für das Mädchen kam die Hilfe zu spät.
Ein Krankenwagen vor einem Krankenhaus in Portugal. Für das Mädchen kam die Hilfe zu spät.Paulo Mumia/dpa

Das ist der Alptraum aller Eltern. Man wähnt sein Kind sicher betreut in der Kita oder in der Schule. Doch beim Abholen wird das Schreckliche Gewissheit. Genau das ist jetzt Eltern eines kleinen Mädchens  in Almada, in Portugal passiert.

Auf dem Weg in den Kindergarten ist ihre kleine Tochter Sofia auf tragische Weise ums Leben gekommen: Das eineinhalb Jahre alte Kind wurde von einer Frau, die es morgens in der Stadt Almada südlich von Lissabon in die Kita bringen sollte, im Inneren eines Kleinbusses vergessen. In Almada wurden am Donnerstagnachmittag Temperaturen von fast 30ºC gemessen, was bedeutet, dass die Temperatur im Inneren des Fahrzeugs deutlich höher gewesen sein dürfte.

In dieser Kita sollte das Mädchen betreut werden.
In dieser Kita sollte das Mädchen betreut werden.BK

Keiner bemerkte, dass Sofia fehlte

Dass das Mädchen fehlte, wurde erst nach acht Stunden bemerkt, als die Mutter ihre kleine Tochter nachmittags abholen wollte, wie die portugiesische Nachrichtenagentur Lusa unter Berufung auf die Polizei berichtete.

Das Kind wurde dann leblos in dem Kleinbus entdeckt, der etwa einen Kilometer entfernt in einer Straße abgestellt war. Die Todesursache wird noch von der Polizei ermittelt.

Hitze im Auto kann zur Todesgefahr werden

Im Sommer sterben immer wieder Babys und Kleinkinder, die in Autos vergessen wurden. Ein in direkter Sonne geparktes Auto heizt sich enorm schnell auf. Die Temperatur im Inneren wird dadurch in kurzer Zeit lebensbedrohlich. Laut ADAC ist es selbst bei moderaten 24 Grad Außentemperatur im Wageninnern bereits nach zehn Minuten 31 Grad warm.

Psychologen kümmern sich um Eltern

Die kleine Sophia in Portugal war in dem Kleinbus seit 8.00 Uhr am Donnerstagmorgen gefangen gewesen. Der Weg von ihrem ZUhause war nur zehn Minuten lang. Bei den polizeilichen Ermittlungen soll insbesondere geklärt werden, wie die Betreuerin morgens übersehen konnte, dass das Mädchen noch im Bus war. Normalerweise wird in solchen Fällen stets auch noch einmal abgezählt.

Nach Angaben der Polizei war das Kind beim Auffinden nachmittags bereits ohne Bewusstsein. Die Rettungskräfte versuchten noch, es wiederzubeleben – ohne Erfolg. Der Kindergarten verwies darauf, dass sofort nach dem Eintreffen der Mutter jemand zu dem Fahrzeug geeilt sei. In den Fall wurde auch eine Einheit zur psychologischen Betreuung in Krisenfällen eingeschaltet, die sich um die Eltern kümmern.

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