Wilder Look

Katarina Witt und Vera Wang: Glamour auf der Olympia-Tribüne!

Glamour und große Gespräche auf der VIP-Tribüne beim Eiskunstlauf. Warum Kati Witt plötzlich mit Mode-Ikone Vera Wang auftauchte.

Author - Tobias Esters
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Katarina Witt und Vera Wang verfolgen die Eiskunstlauf-Wettbewerbe von der Tribüne aus.
Katarina Witt und Vera Wang verfolgen die Eiskunstlauf-Wettbewerbe von der Tribüne aus.ABACA/JMP/imago

Wenn bei Olympia auf dem Eis die Kufen funkeln und die Kostüme glitzern, dann ist Eiskunstlauf mehr als nur Sport – dann ist es große Bühne und ganz viel Glamour. Und genau diesen Zauber lieferten bei den Olympischen Winterspielen 2026 in Mailand nicht nur die Athleten, sondern auch zwei Weltstars auf der Ehrentribüne: Katarina Witt und Modedesignerin Vera Wang. Ihr gemeinsamer Auftritt sorgte für Staunen in der Milano Ice Skating Arena.

Zwei Stilikonen im Olympia-Fieber

Während unten um Medaillen gekämpft wurde, saßen oben die DDR-Eiskunstlauf-Legende Katarina Witt und die Mode-Ikone Vera Wang Seite an Seite, verfolgten aufmerksam jede Pirouette und jeden Sprung. Immer wieder beugten sie sich zueinander, tauschten sich aus, lachten.

Auch modisch setzten die beiden ein Statement. Katarina Witt erschien gewohnt elegant in einem Nadelstreifen-Blazer mit glitzerndem Schal. Vera Wang dagegen zeigte sich lässig-cool mit einer fast schon außerirdischen Sonnenbrille.

Dieses Outfit von Katarina Witt bei den Olympischen Spielen 1988 schrieb Modegeschichte.
Dieses Outfit von Katarina Witt bei den Olympischen Spielen 1988 schrieb Modegeschichte.Steven E Sutton/DUOMO/PCN

Denn so überraschend das Treffen wirkt, so logisch ist es eigentlich. Beide Frauen verbindet seit Jahrzehnten die große Liebe zum Eis. Katarina Witt wurde in der DDR zur Vorzeigeathletin und mit Talent, Ehrgeiz und eiserner Disziplin zur erfolgreichsten deutschen Eiskunstläuferin aller Zeiten. Zwei Olympiasiege, vier Weltmeistertitel und der Status als Idol einer ganzen Generation im Osten.

Vom Eis zur Mode-Ikone

Vera Wang wiederum träumte in jungen Jahren selbst von einer Olympia-Karriere. 1968 startete sie bei den US-Meisterschaften, verpasste jedoch den Sprung ins Nationalteam. Statt aufzugeben, erfand sie sich neu und wurde später zu einer der berühmtesten Designerinnen der Welt. Doch der Eiskunstlauf ließ sie nie los. Immer wieder entwarf sie spektakuläre Kostüme für internationale Stars und Olympioniken und prägte damit den Look des Sports entscheidend mit.

Die Entwicklung der Kostüme im Eiskunstlauf

Passend dazu erzählt ihr Auftritt auch ein Stück Modegeschichte des Eiskunstlaufs. Denn der Sport hat sich optisch im Laufe der Jahrzehnte enorm verändert. In den 1920er-Jahren standen die Läuferinnen noch in Wollpullovern und dicken Strumpfhosen auf dem Eis – Hauptsache warm.

Später kamen flatternde Röcke, funkelnde Stickereien und edle Stoffe wie Chiffon, Lamé und Spandex hinzu. Den absoluten Glamour-Höhepunkt erlebte der Eiskunstlauf in den 80er-Jahren – nicht zuletzt dank Katarina Witt und ihrem legendären Federkostüm von 1988, das weltweit für Aufsehen sorgte.

So viel Glanz und Sex-Appeal war den Verantwortlichen damals allerdings zu viel. Als Reaktion darauf verschärfte der Weltverband die Kleidungsregeln: Accessoires wurden verboten, lose Teile konnten zu Punktabzügen führen, und die Outfits sollten fortan „würdig“ und „sportlich angemessen“ sein. Regeln, die bis heute den Look auf dem Eis prägen.

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