Eine Seefahrt, die ist lustig, eine Seefahrt, die macht Spaß. Für viele Passagiere des US-Kreuzfahrtschiff „Caribbean Princess“ trifft das nicht zu. Der Norovirus macht die Runde. Mehr als 100 Passagiere und Crewmitglieder kämpfen mit Durchfall und Erbrechen. Trotzdem läuft der Bordbetrieb normal weiter.
102 Passagiere und 13 Besatzungsmitglieder sind krank
Wie die US-Seuchenschutzbehörde CDC meldet, sind auf der aktuellen Karibik-Reise 102 der insgesamt 3116 Passagiere mit dem Magen-Darm-Virus erkrankt, dazu 13 Besatzungsmitglieder. Das hoch ansteckende Norovirus gilt als klassischer Kreuzfahrt-Erreger – und verbreitet sich rasend schnell auf engem Raum. Deswegen sind Norovirus-Meldungen auf Kreuzfahrtschiffen nicht selten.
Die Reederei reagierte umgehend: Erkrankte wurden in ihren Kabinen isoliert, öffentliche Bereiche zusätzlich desinfiziert, der Reinigungsplan deutlich verschärft. Passagiere wurden aufgefordert, besonders auf Handhygiene zu achten und Symptome sofort beim Bordarzt zu melden.
Princess Cruises spricht von einer „begrenzten Zahl mild erkrankter Gäste“. Nach der Rückkehr nach Port Canaveral (Florida) soll die „Caribbean Princess“ komplett gereinigt werden, bevor die nächste Kreuzfahrt startet.

Zuletzt hatte ein Ausbruch des gefährlichen Hantavirus auf dem Kreuzfahrtschiff „MV Hondius“ für Schlagzeilen gesorgt. Das Schiff ist Sonntagmorgen am Hafen Granadilla de Abona auf Teneriffa eingetroffen. An Bord befinden sich knapp 150 Menschen, die in ihre Heimatländer ausgeflogen werden sollen. Die meisten Passagiere stammen aus EU-Ländern, Großbritannien und den USA. Auch mehrere Deutsche sind darunter.
Auch wenn keiner der Menschen an Bord derzeit Symptome hat, gelten sie laut WHO aufgrund der langen Inkubationszeit des Hantavirus als „Hochrisikokontakte“.


