Schon seit 2024

„Das war ein Schock“: Starkoch Johann Lafer leidet an Lymphknotenkrebs

Der prominente TV-Koch kämpft gegen Lymphknotenkrebs. An Sterben denkt er aber nicht und will lieber weiterarbeiten.

Author - Sebastian Krause
Teilen
Fernsehkoch Johann Lafer macht seine Krebserkrankung öffentlich.
Fernsehkoch Johann Lafer macht seine Krebserkrankung öffentlich.Tim Vogel/dpa

Johann Lafer zählt seit Jahrzehnten zu den bekanntesten TV-Köchen im deutschsprachigen Raum. Der gebürtige Steirer wurde mit Formaten wie „Lafer! Lichter! Lecker!“ und „Die Küchenschlacht“ einem Millionenpublikum bekannt. Dazu kommen seine lange Karriere als Sternekoch und seine Jahre auf der Stromburg.

Auftritt im „ZDF-Fernsehgarten“ sorgt für Wirbel

Umso größer war zuletzt die Aufmerksamkeit, als sich Lafer im „ZDF-Fernsehgarten“ deutlich verändert zeigte. Viele Zuschauer wunderten sich über sein Aussehen, im Netz wurde über den fehlenden Schnurrbart und das Bandana diskutiert.

Johann Lafer macht Lymphknotenkrebs öffentlich

Dass der Auftritt nun in einem ganz anderen Licht erscheint, hat einen ernsten Grund: Johann Lafer ist an Lymphknotenkrebs erkrankt. Bereits bei seinem „Fernsehgarten“-Auftritt am 24. Mai fiel Fans auf, dass der 68-Jährige ungewohnt auftrat – ohne sein Markenzeichen und mit Kopftuch. Auch in den sozialen Netzwerken sorgte das für zahlreiche Reaktionen.

Trotz seiner Krebserkrankung will Johann Lafer weiterarbeiten und neue Ideen umsetzen.
Trotz seiner Krebserkrankung will Johann Lafer weiterarbeiten und neue Ideen umsetzen.imago/Eibner-Pressefoto/Dimitri Drofit

Schon im Januar 2024 bekam der TV-Koch die Diagnose, erzählte er dem Magazin „Bunte“. Die Leisten, der Hals und der Bauch waren befallen. „Das war ein Schock und traf mich wie ein Blitz aus heiterem Himmel“, sagte der 68-Jährige.

Lafer unterzieht sich regelmäßiger Chemotherapie

Auch mit der „Bild“ sprach er über seine Krankheit. Der Krebs sei während einer Routineuntersuchung bei einer Fastenkur entdeckt worden. Im Januar 2026 verschlechterte sich die Situation dann. „Plötzlich war alles geschwollen. Nachts die Schweißausbrüche. Schlafen ging kaum noch. Da habe ich gemerkt: Jetzt läuft etwas komplett in die falsche Richtung“, erinnerte er sich.

Sterben ist für mich keine Option. Ich will arbeiten, ich muss arbeiten.

Johann Lafer, Starkoch über seine Krebserkrankung

Seither unterzieht sich Lafer einer Chemotherapie: „Jede Chemo läuft fast 24 Stunden. Überall hängen Flaschen. Das haut dich komplett weg.“ 25 Kilo habe er seither verloren, auch sein Geschmackssinn sei zeitweise weg gewesen. Inzwischen gehe es aber bergauf.

Johann Lafer will weiterarbeiten und hat noch viele Ideen

„Man sieht, dass die Knoten kleiner werden. Dass die Behandlung anschlägt. Und das gibt mir Kraft“, so Lafer. Aufgeben will er noch lange nicht. „Sterben ist für mich keine Option. Ich will arbeiten, ich muss arbeiten. Ich brauche das. Ich habe noch so viel vor und so viele Ideen“, betonte er.

Dass ihn die Krankheit so hart trifft, ist auch deshalb besonders bitter, weil der Geschmackssinn für einen Koch wie Lafer existenziell ist. Gegenüber „Bunte“ berichtete er, anfangs genau diese Kernkompetenz zeitweise verloren zu haben. Zugleich machte der TV-Koch aber deutlich, dass die Behandlung Wirkung zeigt und sich sein Zustand zuletzt verbessert hat.

Ehefrau Silvia ist „eine sehr große Stütze“

Dankbar ist er auch für seine Ehefrau Silvia. „Sie ist mir eine sehr große Stütze, die mir in dieser schweren Situation vieles leichter macht“, sagte er zu „Bunte“. Seit vielen Jahren steht sie an seiner Seite. Gemeinsam prägten beide auch Lafers gastronomische und mediale Karriere.

Was verbindet Sie mit Starkoch Johann Lafer? Bitte schreiben Sie uns: leser-bk@berlinerverlag.com