Irrer Schmuggel-Fall am Flughafen Bangkok in Thailand: Eine 19-jährige Taiwanerin wurde festgenommen, nachdem Sicherheitskräfte entdeckt hatten, dass sie 30 lebende Schildkröten direkt am Körper versteckt hatte.
Schildkröten mit Klebeband an Bauch und Beinen fixiert
Die Schildkröten waren in kleine Stoffbeutel gepackt und mit Klebeband an Bauch, Rücken und Beinen fixiert. Die junge Frau wollte offenbar unbemerkt durch die Kontrolle und anschließend zurück in ihre Heimat fliegen. Den Beamten fiel sie jedoch durch ihr nervöses Verhalten auf, wie die Zeitung Bangkok Post berichtet. Deshalb überprüften sie die 19-Jährige genauer.
Dabei zeigte sich das ganze Ausmaß des Schmuggelversuchs. In den Beuteln befanden sich ausschließlich Indische Sternschildkröten – eine Art, die international unter strengem Schutz steht. Eine der Schildkröten war bereits verendet, die übrigen wurden von den Behörden sichergestellt.
Die 19-Jährige wurde festgenommen und muss sich nun wegen Verstößen gegen das thailändische Artenschutzgesetz verantworten. Wie mehrere Medien berichten, soll die junge Frau als Flugbegleiterin für eine vietnamesische Airline arbeiten.
Schildkröten bis zu weit über tausend Euro wert
Die Indische Sternschildkröte zählt zu den am häufigsten illegal gehandelten Reptilien weltweit. Ihr Panzer ist mit einer auffälligen, sternförmigen Zeichnung versehen, die sie zu einem beliebten Statussymbol im exotischen Haustierhandel macht. In einigen Ländern gelten sie sogar als Glücksbringer.

Auf dem Schwarzmarkt erzielen einzelne dieser Schildkröten Preise von mehreren hundert bis weit über tausend Euro – je nach Größe und Herkunft. Laut dem Artenschutzabkommen CITES ist der Handel streng reguliert, doch die Nachfrage bleibt hoch.


