Täter rief „Allah ist groß“

Auto rast in Menschenmenge! Ermittler rätseln: War es ein Anschlag?

Am Mittwoch kam es zu dem schrecklichen Crash im Westen von Frankreich. Zwei Menschen wurden schwer verletzt.

Author - Florian Thalmann
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Mit diesem Wagen fuhr der Täter im Westen Frankreichs Passanten um, verletzte mindestens zehn Menschen schwer.
Mit diesem Wagen fuhr der Täter im Westen Frankreichs Passanten um, verletzte mindestens zehn Menschen schwer.Xavier Leoty/imago

Schock im Westen von Frankreich: Ein Autofahrer ist laut Berichten absichtlich in eine Menschenmenge gefahren, hat mehrere Fußgänger und einen Radfahrer verletzt. Zwei Menschen wurden schwer verletzt, bestätigte Frankreichs Innenminister Laurent Nuñez beim Kurznachrichtendienst X mitteilte. Der Verdächtige sei festgenommen worden. 

Autofahrer soll absichtlich in Menschenmenge gefahren sein

Zu dem folgenschweren Crash soll es schon am frühen Mittwochmorgen um 8.45 Uhr gekommen sein, heißt es. Die Horror-Fahrt ereignete sich in der Gemeinde Saint-Pierre-d'Oléron, die auf einer Insel an der Westküste von Frankreich liegt. Es habe hier mehrere Verkehrsunfälle mit einem beteiligten Autofahrer gegeben und auf einer Strecke von mehreren Kilometern Passanten angefahren. Mehrere Fußgänger und ein Radfahrer wurden angefahren und teils schwer verletzt.

Bürgermeister Thibault Brechkoff sagte in einem ersten Statement, dass der Autofahrer die Unfälle absichtlich verursacht hätte. Die aktuelle Bilanz: Neun Menschen wurden verletzt, müssen aktuell von den Rettungskräften verfolgt werden. Es läuft ein Großeinsatz, ein Krisenstab wurde eingerichtet. „Alle Dienste sind mobilisiert, um die Situation zu bewältigen“, sagte Brechkoff.

Die schreckliche Crash-Fahrt des Mannes sorgte für einen Großeinsatz der Rettungskräfte.
Die schreckliche Crash-Fahrt des Mannes sorgte für einen Großeinsatz der Rettungskräfte.Xavier Leoty/imago

Mann soll bei Festnahme „Allah ist groß“ gerufen haben

Einsatzkräfte der Polizei konnten den 35 Jahre alten Mann wegen versuchten Mordes in Gewahrsam nehmen. Als er festgenommen wurde, habe er „Allah ist groß“ – ob das Motiv wirklich ein religiöses sei, ist momentan noch unklar. Man habe nicht die Antiterror-Staatsanwaltschaft eingeschaltet, sagte Staatsanwalt Arnaud Laraize. Der Grund: Offenbar ist der Mann, der selbst auf der Insel wohnt, bereits bei der Polizei bekannt, weil er mehrfach Straftaten begangen hat.

Das Auto des Mannes ging nach der Tat in Flammen auf, die Gründe sind unklar. Die Polizei setzte bei der Festnahme eine Elektroschockpistole ein. Die Vorsitzende der Nationalversammlung, Yaël Braun-Pivet, sprach den Opfern ihr Mitgefühl aus, unter ihnen eine Mitarbeiterin eines Abgeordneten der rechtspopulistischen Partei Rassemblement National. Innenminister Laurent Nuñez kündigte an, sich auf die Insel zu begeben im Atlantik in der Nähe der Hafenstadt La Rochelle zu begeben.