Es brannte nicht, kein Mensch war in Not: Und doch gab die Feuerwehr im saarländischen Homburg alles, um ein bedrohtes Leben zu retten. Dass eines Entenkükens. Am Montagabend wurde ein laut quiekendes Entlein aus einem Ablaufrohr zwischen dem Schlossweiher und einer Minigolfanlage im Stadtteil Jägersburg gerettet. Fast zwei Stunden kämpften die Einsatzkräfte um das kleine Tier – mit Happy End.
Die Feuerwehr kämpft zwei Stunden um das Leben des Entenkükens
Das Küken war in dem Rohr steckengeblieben und machte mit lautem Quieken auf seine Notlage aufmerksam. Die Homburger Feuerwehr spülte den kleinen Wasservogel schließlich vorsichtig mit Wasser aus dem Rohr, fing ihn mit einem Kescher auf und setzte ihn anschließend zurück in den Schlossweiher. Dort wartete bereits die Entenmutter auf ihren Nachwuchs.
Solche Einsätze sind keine Seltenheit. Immer wieder geraten junge Enten auf ihrer ersten Erkundungstour in Gullys, Regenwasserabläufe oder Rohre und kommen aus eigener Kraft nicht mehr heraus.
Erst Anfang Mai musste die Feuerwehr in Dresden vier Entenküken aus einem Regenwasserfallrohr in Johannstadt befreien. Die Tiere steckten rund einen Meter tief im Rohr fest. Weil eine Rettung von oben unmöglich war, öffneten die Einsatzkräfte das Rohr über eine Tiefgarage. Alle vier Küken konnten unverletzt befreit werden. Anschließend wurden sie zu ihrer wartenden Entenmutter gebracht.

Da die Umgebung der Tiefgarage für die Enten als ungeeignet galt, transportierte die Feuerwehr die Küken gemeinsam mit ihrer Mutter in einer Kiste an das Käthe-Kollwitz-Ufer der Elbe. Die Entenmama watschelte den Helfern dabei hinterher. Am Fluss angekommen, schwamm die Familie gemeinsam elbaufwärts davon.


