Erst wurde die vierjährige Emily von Ärzten abgewiesen, schließlich im Klinikum Herford aufgenommen. Doch am selben Tag verstarb sie.
Erst wurde die vierjährige Emily von Ärzten abgewiesen, schließlich im Klinikum Herford aufgenommen. Doch am selben Tag verstarb sie. imago/Schöning

Was für eine fürchterliche Tragödie: Zwischen Weihnachten und Silvester hatten viele die Erfahrung gemacht – Praxen waren geschlossen, Termine kaum zu bekommen, Patienten in Ambulanzen wurden oftmals mit angeblichen Lappalien abgewiesen. Im Falle der vierjährigen Emily erhebt die Familie nun massive Vorwürfe und kündigt in einem Facebook-Post Konsequenzen aus dem Tod des Kindes aus Bünde in NRW an.

„Wir werden für unseren kleinen Engel für Gerechtigkeit kämpfen und hoffen das die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden.“

Klinik bestätigt: Kind wurde mehrfach untersucht, erst nach Tagen aufgenommen

Was war geschehen? Mehrere Medien berichten, die Eltern seien mit dem Kind nach Weihnachten am 27. im Klinikum Herford vorstellig geworden. Was genau die Beschwerden des Kindes waren, ist nicht öffentlich bekannt. Die Ärzte, so heißt es in einer Mitteilung, seien von etwas Harmlosem ausgegangen. „Der Allgemeinzustand des Mädchens und auch die erfolgten Untersuchungen erlaubten zunächst eine ambulante Weiterversorgung. Das Kind wurde zwischen Weihnachten und Neujahr wiederholt ärztlich gesehen“, wird der Chefarzt der Kinder- und Jugendklinik des Klinikums, Walter Koch, zitiert.

Aufgenommen worden sei Emily dann doch am Neujahrstag, nachdem die Eltern mit dem kranken Kind erneut vorstellig wurden, heißt es. Doch noch am selben Tag war das Kind bereits verstorben. Die Eltern machen den mutmaßlich Verantwortlichen massive Vorwürfe: „Dieser Tod hätte verhindert werden können, wenn man uns wahrgenommen hätte.“

Eltern von Emily (4) verbittert: Wünschen uns, „dass dieser schmerzhafte Verlust nicht ohne Grund passiert ist“

Die Klinik will den Fall nach eigenen Angaben lückenlos aufklären. Inzwischen hat sich auch die Polizei eingeschaltet. Eine Sprecherin sagte im WDR, das sei in solchen Fällen so üblich. In ihrem Facebook-Post äußert die Familie die Hoffnung, dass dieser Fall größere Kreise ziehen wird: „Wir wünschen uns so sehr, dass dieser schmerzhafte Verlust nicht ohne Grund passiert ist. Wir hoffen so sehr das die Menschen endlich aufhorchen und dass endlich gehandelt wird.“