Draußen schmilzt der Asphalt, drinnen schmilzt man gleich mit. Der erste Gedanke nach der Rückkehr nach Hause? Ab unter die eiskalte Dusche! Klingt nach der perfekten Abkühlung. Ist aber ausgerechnet bei einer Hitzewelle keine gute Idee. Denn was sich im ersten Moment herrlich frostig anfühlt, kann den Körper regelrecht aufs Glatteis führen.
Experten raten von eiskalter Dusche ab
Viele hoffen auf den ultimativen Frische-Kick und drehen den Wasserhahn bis zum Anschlag nach links. Doch genau dieser Kälteschock kann nach hinten losgehen. Gesundheitsexperten raten deshalb davon ab, sich bei großer Hitze eiskalt abzuduschen.

Der Grund ist eigentlich ganz logisch. Trifft eisiges Wasser auf die heiße Haut, schaltet der Körper sofort in den Sparmodus. Die Blutgefäße ziehen sich zusammen, damit möglichst wenig Wärme verloren geht. Das Problem: Statt den Körper nachhaltig herunterzukühlen, versucht er anschließend erst recht, seine Temperatur zu halten. Der vermeintliche Kälte-Kick wird damit schnell zum Hitze-Bumerang.
Hinzu kommt, dass der abrupte Temperaturwechsel den Kreislauf ordentlich fordern kann. Gerade bei hohen Außentemperaturen bedeutet das zusätzlichen Stress für Herz und Blutgefäße.
Deshalb empfehlen das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit und die Krankenkassen eine deutlich angenehmere Lösung: lieber lauwarm oder kühl duschen statt eiskalt. Das fühlt sich zwar zunächst weniger spektakulär an, bringt den Körper aber wesentlich sanfter herunter.
Nach dem Duschen nicht komplett abtrocknen
Ein weiterer Trick kostet nicht einmal zusätzliche Zeit. Wer sich nach dem Duschen nicht komplett trocken rubbelt, sondern die Haut noch leicht feucht lässt, verschafft sich einen natürlichen Kühlungseffekt. Das Wasser verdunstet nach und nach auf der Haut und entzieht dem Körper dabei Wärme. Ganz ohne Schock für den Kreislauf.
Auch wer nachts kaum schlafen kann, sollte nicht auf Eiswasser setzen. Eine lauwarme Dusche vor dem Zubettgehen gilt als deutlich sinnvoller. Alternativ helfen lauwarmes Wasser über Hände und Unterarme oder ein Fußbad. Gerade über Hände und Füße kann der Körper überschüssige Wärme besonders gut abgeben.



