Dieses Wochenende wird in die Geschichte eingehen. Freitag, Sonnabend und Sonntag erlebt Berlin historisch heiße Tage. Am Sonnabend zeigte das Thermometer in Buch 39,8 Grad an - Hitzerekord für die Hauptstadt! Und am Sonntag könnte sogar die 40-Grad-Marke geknackt werden …
Polizei rückt im Zentrum mit zwei Wasserwerfern an
Wer nicht zu Hause Schutz suchte, konnte am Brandenburger Tor eine kostenlose Erfrischung finden. Die Polizei setzte am Nachmittag zwei Wasserwerfer ein, um mit Sprühnebel für Abkühlung zu sorgen. Anschließend ging es weiter zum Reichstagsgebäude, zum Potsdamer Platz, zum Roten Rathaus und in den Mauerpark.
Viele Berliner suchten Abkühlung in Freibädern – doch die meldeten bereits gegen Mittag: ausverkauft!
Feuerwehr und Rettungsdienste mussten verstärkt ausrücken, auch zu zwei Badeunfällen, die tödlich endeten. Im Badesee des Volksparks Jungfernheide wurde ein Mann leblos gefunden. Ein anderer Mann ertrank im Tempelhofer Hafen. Gegen Mittag erlitt zudem ein Fahrgast am Bahnhof Innsbrucker Platz einen Kreislaufstillstand. Am frühen Nachmittag mussten zwei Frauen wegen eines Hitzschlags im Sommerbad Neukölln behandelt werden.

Aufgrund der akuten Hitzewarnungen empfiehlt der Deutsche Wetterdienst, direkte Sonneneinstrahlung und körperliche Anstrengung zu meiden. Das ist auch der Grund, warum viele – auch kleinere – Veranstaltungen abgesagt wurden. So etwa die 17. Rummelsburger Festspiele in Lichtenberg, die im Medaillonpark stattfinden sollten.

Die extreme Trockenheit führte zudem zu einem Grillverbot auf öffentlichen Grillplätzen, etwa im Mauerpark, im Volkspark Friedrichshain oder auf dem Tempelhofer Feld.
Vorsicht, Autofahrer: Auf der A10 bleibt laut ADAC zwischen Berlin-Marzahn und Hellersdorf in Richtung Frankfurt (Oder) der linke Fahrstreifen wegen Hitzeschäden gesperrt. Auch auf der A7 im Süden Hamburgs ist über das Wochenende ein Fahrstreifen in Richtung Norden dicht.



