Die Nahost-Krise im Frühjahr 2026 hat die gesamte Tourismusbranche durcheinandergebracht. Besonders die Kreuzfahrtindustrie leidet unter der anhaltenden Unsicherheit.
Deutsche Reedereien verzichten auf Orient-Reisen
So haben die deutschen Kreuzfahrtanbieter Aida und TUI Cruises bereits angekündigt, auch in der Wintersaison 2027/28 auf Orient-Kreuzfahrten zu verzichten. Stattdessen werden ihre Schiffe auf anderen Routen eingesetzt. So schippert die „AIDAperla“ ab Kiel nach Nordeuropa sowie zu den Kanarischen Inseln.
Die Schweizer Reederei MSC Cruises mit Sitz in Genf macht Kreuzfahrt-Fans nun Hoffnung für wagt den Schritt zurück in die Region. Firmenchef Gianni Onorato verweist auf Wachstumsmärkte in Japan, China und Taiwan und kündigt gegenüber Cruise Industry News zudem an, „dass wir Ende 2027 den saisonalen Betrieb von Dubai aus sowie am Roten Meer wieder aufnehmen werden“. Ob es tatsächlich dazu kommt? Offen!

Das Auswärtige Amt zum Beispiel weist weiterhin auf die angespannte Sicherheitslage in Teilen der Region hin. Für die Vereinigten Arabischen Emirate (Dubai und Abu Dhabi) gelten derzeit keine Reisewarnungen, die Lage kann sich aber jederzeit verändern.
Straße von Hormus bleibt Unsicherheitsfaktor
Ähnliches gilt für Ägypten und das Rote Meer, auch wenn dort inzwischen vereinzelt wieder Kreuzfahrtschiffe unterwegs sind. Vor allem die Straße von Hormus zwischen Oman und dem Iran bleibt ein ständiger Unruheherd im Persischen Golf. Sie ist das entscheidende Nadelöhr für die gesamte Schifffahrt. Zudem besteht in der Region weiterhin die Gefahr von Raketen- und Drohnenangriffen sowie von Seeminen.




