Gerade wer in diesen Tagen mit dem Auto auf dem Weg in den Urlaub ist, spürt die hohen Spritpreise. Am Mittwochmorgen kostet der Liter Diesel in Berlin durchschnittlich 2,12 Euro, Super liegt bei 2,15 Euro, E10 liegt bei 2,09 Euro.
ADAC sieht Klärungsbedarf bei Benzinpreisen
Die Preise an den Zapfsäulen sind in den vergangenen zwei Wochen wieder kräftig gestiegen. Beim ADAC schaut man daher genau hin. Das sollte laut Automobilclub auch das Kartellamt tun, weil die Mineralölkonzerne womöglich die höheren Rohölpreise übermäßig an die Verbraucher weitergeben: „Aktuell sehen wir das Preisniveau als zu hoch an, was das Thema Rohöl und die weltpolitische Lage angeht“, sagte ADAC-Sprecherin Katharina Luca in der ARD. „Wie die Mineralölkonzerne ihre Preisgestaltung machen, entzieht sich unserer Kenntnis und müsste aus unserer Sicht definitiv geprüft werden.“
Von Anfang Mai bis Ende Juni galt der Tankrabatt, mit dem die Bundesregierung den Anstieg der Spritpreise dämpfen wollte. Ende Juni hatten die Preise dadurch – und durch eine vorübergehende Entspannung im Nahen Osten – wieder ein ähnliches Niveau wie vor Beginn des Iran-Krieges erreicht. Diesel kostete vorübergehend wieder weniger als 1,80 Euro pro Liter. Damit ist es vorbei. Die Preise gehen wieder nach oben. Gerade in den vergangenen zwei Wochen sind auch die Ölpreise auf dem Weltmarkt wieder gestiegen.

Einen weiteren Tankrabatt wird es allerdings nicht geben. Das hat die Bundesregierung zuletzt deutlich gemacht. Der Tankrabatt kostete den Bund nach einer Schätzung des Finanzministeriums rund 1,6 Milliarden Euro. Viel Geld, das nun wieder die Verbraucher ausgeben müssen.


