Sie ist noch immer in aller Munde – die Dubai-Schokolade! Auch wenn der Hype um die Süßigkeit mit Pistazien-Füllung langsam abzuebben scheint, ist der Snack noch immer ein brandheißes Thema, vor allem in den sozialen Netzwerken. Kunden kaufen das luxuriöse Lifestyle-Produkt, das nach und nach auch von Supermarkt- und Discounter-Ketten ins Angebot genommen wird und auch in immer mehr kleineren Geschäften über die Ladentafel geht. Die Preise bleiben dabei oft astronomisch. Nun warnen Experten vor mieser Abzocke mit der Dubai-Schokolade. Mit einer Masche machen Händler das große Geld – wir verraten, wie Sie sich schützen.
Hype um die Dubai-Schokolade: Kunden werden über den Tisch gezogen
Das ARD-Magazin „Marktcheck“ hat sich die Schokolade, um die sich wochenlang alles drehte, mal vorgenommen – denn noch immer wird erbittert darüber gestritten, ob der Hype um die Dubai-Schokolade gerechtfertigt oder maßlos übertrieben ist. Für Streit sorgt vor allem der Preis: In den meisten Geschäften werden die Schokoladentafeln für Preise zwischen 10 und 20 Euro verkauft. Für eine Tafel Schokolade? Das ist für viele zu viel – andere stellten sich beispielsweise beim Verkauf des Schweizer Schokoladenherstellers Lindt über Stunden in die Schlange, um eine der limitierten Tafeln Dubai-Schokolade zu ergattern.
Die Preisgestaltung lässt sich dabei offenbar leicht auf die Zutaten schieben – allein die Pistazien-Creme, die für die Herstellung der Füllung verwendet wird, ist schließlich teuer. Das Problem: Dubai-Schokolade ist nicht gleich Dubai-Schokolade. Inzwischen werden die Kunden von manchen Herstellern regelrecht über den Tisch gezogen. Die teuren Zutaten werden durch billige Varianten ersetzt, preislich schwebt die Dubai-Schokolade trotzdem in ungeahnten Höhen. Davor warnen in dem Beitrag von „Marktcheck“ zur Schokolade gleich mehrere Experten.

Hersteller sparen an Zutaten und Qualität – und verkaufen Dubai-Schokolade trotzdem teuer
„Da wird oftmals an den Zutaten und der Qualität der Zutaten gespart“, sagt etwa Ernährungsberaterin Yasmin Flohr. Bei manchen Varianten der Dubai-Schokolade könne ein Blick auf die Zutatenliste dabei helfen, den wahren Wert der Schokolade zu erkennen. Man finde dort schnell Zutaten wie Palmöl, Buttereinfett, jede Menge zugesetzter Zucker „oder sogar Pistazienaroma und nicht mal einen Hauch einer echten Pistazie“, sagt Flohr. Ein Preis von 15 Euro für so eine Tafel sei dann „nur noch ein Statement im Sinne des Lifestyles und definitiv kein gerechtfertigter Preis“. „Marktcheck“ nennt etwa die gehypte Dubai-Schokolade von Lindt, in der laut dem Magazin nur neun Prozent Pistazie stecken – der Rest seien Ersatzstoffe.

Auf die Diskrepanz weist auch die Verbraucherzentrale hin. „Die Zutat, für die die Verbraucher besonders tief in die Tasche greifen müssen, das sind ja die Pistazien“, sagt Sabrina Schulz von der Verbraucherzentrale. „Da sollten die Verbraucher genau hinschauen: Wie viel Pistazie steckt denn wirklich in dem Produkt drin? Die anderen Zutaten der Dubai-Schokolade unterscheiden sich nicht grundlegend von anderen gefüllten Schokoladen.“ Damit sei der hohe Preis der Dubai-Schokolade nicht zu erklären. Verbraucher sollten also auf die Zutatenliste schauen und vor allem einen Blick auf die Angaben zu Pistazien werfen, um nicht mit einem Billig-Produkt über den Tisch gezogen zu werden.





