Problem bei Windows

Sicherheits-Fiasko: Sie nutzen Windows 10? DAS müssen Sie jetzt tun!

2025 endet der Support für das Betriebssystem Windows 10. Wer jetzt nicht handelt, riskiert Sicherheitslücken im PC und Cyberangriffe!

Author - Stefan Doerr
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Im Januar 2015 startete Windows 10, das derzeit auf 32 Millionen Rechnern in Deutschland verwendet wird.
Im Januar 2015 startete Windows 10, das derzeit auf 32 Millionen Rechnern in Deutschland verwendet wird.Handout/Microsoft

Droht Deutschland in wenigen Monaten ein Security-GAU? 32 Millionen Windows-Computer laufen in Deutschland immer noch unter dem Betriebssystem Windows 10. Das sind rund 65 Prozent aller Geräte in deutschen Haushalten. Das Support-Ende für das bald zehn Jahre alte System ist für den 14. Oktober 2025 angekündigt. Das neuere Windows 11 läuft aktuell auf rund 33 Prozent der Geräte (16,5 Millionen Geräte). Weiterhin gibt es noch über eine Million Windows-Dinosaurier, die mit Windows 8.1, 8, 7 oder sogar XP laufen.

„Es ist fünf vor zwölf, um ein Security-Fiasko für das Jahr 2025 zu vermeiden. Wir raten allen Anwendern dringend, nicht bis Oktober zu warten, sondern umgehend auf Windows 11 umzusteigen oder ein alternatives Betriebssystem zu wählen, falls ihr Gerät nicht auf das neueste Windows-Betriebssystem aktualisiert werden kann. Andernfalls setzen sich Nutzer erheblichen Sicherheitsrisiken aus und machen sich anfällig für gefährliche Cyberangriffe und Datenverluste“, erklärt IT-Sicherheitsexperte Thorsten Urbanski von ESET.

Verlängerung des Supports ist teuer

„Unternehmen sollten frühzeitig den Umstieg planen. Eine Verlängerung des Supports ist kostspielig. Die Geräte einfach weiterlaufen zu lassen ist grob fahrlässig. Gerade diese veralteten Systeme sind anfälliger für Cyberangriffe. Schlimmstenfalls sind diese Computer der Ausgangspunkt für Datenverluste, Spionage- und Ransomware-Attacken. Im Schadensfall können Versicherungen sogar die Regulierung verweigern, da der Stand der Technik nicht eingehalten wurde.“

Die Mehrheit der Deutschen nutzt Windows 10 und muss deshalb handeln.
Die Mehrheit der Deutschen nutzt Windows 10 und muss deshalb handeln.Shotshop/Imago

„Die Situation ist gefährlicher als beim Support-Ende von Windows 7 Anfang 2020“, so Urbanski weiter. „Bereits vor dem offiziellen Datum setzten Ende 2019 nur noch rund 20 Prozent der Anwender auf Windows 7. Bereits über 70 Prozent hatten das neue Windows 10 im Einsatz. Die aktuelle Situation ist brandgefährlich. Cyberkriminelle kennen diese Zahlen sehr genau und warten nur auf den Tag des Support-Endes.“

Mehrheit der Deutschen nutzt Windows 10

Rund 65 Prozent aller Anwender in Deutschland haben Windows 10 auf ihren Computern installiert. In absoluten Zahlen ausgedrückt, sind dies rund 32 Millionen Rechner. Auch in Österreich (63 Prozent) und der Schweiz (56 Prozent) setzt die Mehrheit der Nutzer noch auf das auslaufende Betriebssystem. Insgesamt sind dies für den gesamten DACH-Raum über 35 Millionen Geräte. Derzeit veröffentlicht Microsoft noch regelmäßig Sicherheitsupdates für Windows 10. Am 14.10.2025 ist jedoch Schluss damit. Neu entdeckte Sicherheitslücken werden nicht mehr geschlossen. Dies macht die Geräte anfälliger für Malware und Cyberangriffe. Ohne Updates fällt es Kriminellen leichter, sensible Daten wie Bankverbindungen oder Passwörter abzugreifen.

Microsoft hat bereits angekündigt, dass es einen erweiterten, kostenpflichtigen Support für Windows 10 geben wird. Neu ist, dass auch Privatanwender diesen Service kaufen können. Die Kosten sind allerdings hoch und steigen mit jedem Jahr der Nutzung um das Doppelte.

Neben dem Umstieg auf das aktuelle Betriebssystem rät Eset, auch die Geräte-Firmware und alle installierten Programme stets auf dem neuesten Stand zu halten. Aktivieren Sie die automatische Updatefunktion wenn möglich. Überprüfen Sie regelmäßig, ob neue Updates verfügbar sind. Sicherheitssoftware einsetzen: Eine moderne Internet Security Software ist unverzichtbar. Diese sollte E-Mails, Webseiten, Wechselmedien wie USB-Sticks, den Arbeitsspeicher und Netzwerkschnittstellen auf Schadsoftware überprüfen.■