Die Debatte um das verschärfte Asyl-Gesetz der CDU/CSU wurde im Bundestag zur Schlammschlacht zwischen den Parteien, es hagelt gegenseitige Vorwürfe und Beschimpfungen. Dass die Union die Brandmauer gegen die AfD mit der Abstimmung einreißt und sich mit Hilfe der Rechtspopulisten eine Mehrheit im Parlament verschafft, brachte schon Zehntausende Menschen auf die Straße. Doch damit nicht genug: Linke Aktivisten stürmten in Hannover die Geschäftsstelle des CDU-Kreisverbands und kletterten auf den Balkon des Büros.
CDU stellt Strafantrag
Es sei eine dynamische Lage, mehrere Menschen seien auf dem Balkon, andere auf dem Zugang zur Geschäftsstelle und wieder andere auf dem Gehweg, sagte eine Polizeisprecherin. Die CDU habe einen Strafantrag wegen Hausfriedensbruchs gestellt. Der Einsatz lief zunächst noch.
Die Aktivisten hängten nach eigenen Angaben Transparente etwa mit der Aufschrift „Knast statt Hilfe, Knüppel statt Schutz - ihr seid das Problem, nicht der „Flüchtlingsfluss““ am Balkon auf. Damit wollte die Aktivistengruppe die Aufmerksamkeit auf den Unions-Antrag zur Verschärfung der Migrationspolitik lenken, der am Mittwoch mit Hilfe der AfD im Bundestag durchgesetzt wurde.

Die Empörung ist seitdem groß. Zehntausende Menschen gingen auf die Straße – unter anderem in Berlin, Freiburg, Hannover und München.


