Wiesbaden

Tödliche Messerattacke in der Silvesternacht

In Wiesbaden eskalierte ein Streit unter mehreren Personen, dann gingen sie mit Messern aufeinander los.

Author - Stefan Doerr
Teilen
Die tödliche Messerattacke in der Silvesternacht endete mit einem Toten und einem Schwerverletzten.
Die tödliche Messerattacke in der Silvesternacht endete mit einem Toten und einem Schwerverletzten.Imago/5VISION.NEWS

Blutige Silvesternacht in Wiesbaden: Kurz nach dem Jahreswechsel ist es in der hessischen Landeshauptstadt zu einer tödlichen Messerattacke gekommen. Ein 23 Jahre alter Mann starb noch am Tatort, ein 22-Jähriger wurde schwer verletzt. Es war nicht der einzige tödliche Vorfall in der Silvesternacht.

Streit nach Mitternacht eskalierte

Wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Donnerstag mitteilten, ereignete sich die Tat gegen 0.10 Uhr im Stadtteil Wiesbaden-Mitte. Nach ersten Erkenntnissen kam es zu einer „körperlichen Auseinandersetzung zwischen mehreren Personen“. Dabei wurden mindestens zwei Männer mit Messern verletzt.

Die Polizei sichert Spuren am Tatort.
Die Polizei sichert Spuren am Tatort.IMAGO/5VISION.NEWS

Zwei Tatverdächtige festgenommen

Alarmierte Einsatzkräfte fanden einen 23-Jährigen mit lebensgefährlichen Stichverletzungen vor. Für ihn kam jede Hilfe zu spät. Ein 22-Jähriger wurde schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht. Zu seinem aktuellen Zustand machten die Ermittler zunächst keine Angaben.

Im Zuge einer groß angelegten Fahndung nahm die Polizei zwei 22 Jahre alte Tatverdächtige fest. Sie wurden „im Rahmen der intensiven Fahndungsmaßnahmen“ gefasst, hieß es. Zu möglichen Motiven, dem genauen Ablauf der Tat sowie zur Beziehung zwischen den Beteiligten halten sich die Behörden bislang bedeckt. Die Ermittlungen dauern an.

Weitere Todesfälle in der Silvesternacht

Der Streit in Wiesbaden war nicht das einzige tödliche Ereignis in der Silvesternacht: Unabhängig voneinander starben in Bielefeld zwei 18-Jährige durch die Explosion von selbstgebauter Pyrotechnik.

Bundesweit erlitten Dutzende Menschen teils schwerste Verletzungen durch Feuerwerkskörper. Allein im Unfallkrankenhaus Berlin wurden nach Angaben einer Sprecherin gegenüber der Nachrichtenagentur AFP mehr als 30 Menschen behandelt, darunter acht Jugendliche zwischen 14 und 17 Jahren. Einigen mussten Finger oder Teile der Hand amputiert werden, andere erlitten Verbrennungen oder schwere Augenverletzungen.