Der Jahreswechsel hat bundesweit Tote und Verletzte gefordert: In Bielefeld starben zwei junge Männer durch selbstgebaute Sprengsätze, in der Nähe von Rostock verlor ein 23-Jähriger durch einen Böller seine linke Hand.
Kurz hintereinander explodieren zwei selbstgebaute Sprengsätze – zwei junge Männer sterben. Beide waren erst 18 Jahre alt. Die tödlichen Unglücke in Bielefeld ereigneten sich zwar unabhängig voneinander, doch die Parallelen sind erschreckend.
Sprengsatz explodierte auf einem Spielplatz
Der erste Vorfall geschah gegen 23.30 Uhr auf einem Spielplatz. Nach Berichten der „Bild“ hatte der junge Mann einen selbstgebauten Sprengsatz in ein Rohr gesteckt und angezündet. Das Rohr soll umgekippt sein – die Explosion erfolgte offenbar direkt vor seinem Gesicht.

Rettungskräfte kämpften noch um sein Leben, doch jede Hilfe kam zu spät. Der 18-Jährige starb noch am Unglücksort. Notfallseelsorger wurden alarmiert, um Augenzeugen und Angehörige zu betreuen.
Keine Hinweise auf Fremdverschulden
Nur kurze Zeit später, kurz nach Mitternacht an Neujahr, dann der nächste tödliche Knall. Wieder ein selbstgebastelter Böller, erneut soll ein Rohr im Spiel gewesen sein. Ein Polizeisprecher machte dazu auf Nachfrage keine näheren Angaben. Auch hier gab es Zeugen. Die Polizei teilte mit, dass es in beiden Fällen keine Hinweise auf ein Fremdverschulden gebe. Todesermittlungsverfahren wurden eingeleitet.
Viele Verletzte in Berlin
Der Blick über Bielefeld hinaus zeigt: Die Silvesternacht forderte bundesweit zahlreiche Opfer. In der Nähe von Rostock verlor ein 23-Jähriger durch einen explodierten Böller seine linke Hand. In Leipzig wurde ein 16 Jahre altes Mädchen schwer an der Hand verletzt, als sie versuchte, einen in Deutschland nicht zugelassenen Silvesterböller zu entzünden. Die Jugendliche verlor durch die Explosion den kleinen Finger und Teile des Ringfingers.



