Glatteis bringt Fußgänger ins Schlingern – und die Eiseskälte, die uns Sturmfront „Elli“ am 9. Januar in Berlin beschert, setzt auch Smartphones massiv zu. Bei sehr niedrigen Temperaturen kann der Akkustand plötzlich und bedrohlich absacken. Der Grund: Je kälter ein Akku ist, desto weniger Energie kann er speichern, erklärt der IT-Branchenverband Bitkom.
Während Menschen bei Eis am besten den sogenannten Pinguin-Gang einlegen, braucht auch das Smartphone im Winter eine besondere Behandlung. Wer sein Gerät bei Kälte draußen nutzt, sollte einige Regeln beachten, um einen Totalausfall zu vermeiden.
Smartphone nicht im kalten Auto ablegen
Das A und O: Wärme. Das Handy sollte möglichst nah am Körper getragen werden, etwa in der Innentasche der Jacke. Beim Telefonieren helfen Kopfhörer, damit das Gerät nicht unnötig auskühlt. Gefährlich sind zudem große Temperaturschwankungen. Wer sein Smartphone im Auto liegen lässt und anschließend ein eiskaltes Gerät schlagartig ins Warme bringt, riskiert Kondenswasser im Innern. Besser ist es, ein stark abgekühltes Telefon auszuschalten und es drinnen langsam – etwa eine Stunde lang in der Tasche – aufwärmen zu lassen.

Akkustand des Handys ist entscheidend
Auch der Akkustand spielt eine Rolle. Der Verband rät, den Ladezustand möglichst über 50 Prozent zu halten, um plötzliche Ausfälle zu vermeiden. Zusätzlich sollten Stöße, Stürze oder Druckbelastungen vermieden werden. Kaltes Displayglas ist spröde und kann schneller springen. Wärmeisolierende Hüllen, etwa aus Neopren, bieten zusätzlichen Schutz vor Kälte und Nässe.
Die Minusgrade machen sich nicht nur beim Akku bemerkbar. Große Kälte kann auch die Bedienung beeinträchtigen: Touchscreens reagieren träger, Flüssigkristalle in Displays arbeiten langsamer. Die gute Nachricht: Sobald das Smartphone wieder wärmer wird, kehren Berührungsempfindlichkeit und Farbdarstellung in der Regel zurück.


