Gefährliche Kälte

So bewahren Sie Ihr Smartphone vor dem Blackout

Auch Smartphones leiden bei Kälte und müssen geschützt werden. Hier die besten Tipps bei Frost.

Author - Stefan Doerr
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Auch Smartphones funktionieren bei Kälte schlechter.
Auch Smartphones funktionieren bei Kälte schlechter.Imago/SNA

Glatteis bringt Fußgänger ins Schlingern – und die Eiseskälte, die uns Sturmfront „Elli“ am 9. Januar in Berlin beschert, setzt auch Smartphones massiv zu. Bei sehr niedrigen Temperaturen kann der Akkustand plötzlich und bedrohlich absacken. Der Grund: Je kälter ein Akku ist, desto weniger Energie kann er speichern, erklärt der IT-Branchenverband Bitkom.

Während Menschen bei Eis am besten den sogenannten Pinguin-Gang einlegen, braucht auch das Smartphone im Winter eine besondere Behandlung. Wer sein Gerät bei Kälte draußen nutzt, sollte einige Regeln beachten, um einen Totalausfall zu vermeiden.

Smartphone nicht im kalten Auto ablegen

Das A und O: Wärme. Das Handy sollte möglichst nah am Körper getragen werden, etwa in der Innentasche der Jacke. Beim Telefonieren helfen Kopfhörer, damit das Gerät nicht unnötig auskühlt. Gefährlich sind zudem große Temperaturschwankungen. Wer sein Smartphone im Auto liegen lässt und anschließend ein eiskaltes Gerät schlagartig ins Warme bringt, riskiert Kondenswasser im Innern. Besser ist es, ein stark abgekühltes Telefon auszuschalten und es drinnen langsam – etwa eine Stunde lang in der Tasche – aufwärmen zu lassen.

Das Handy sollte nicht im Auto abgelegt, sondern am Körper getragen werden.
Das Handy sollte nicht im Auto abgelegt, sondern am Körper getragen werden.Imago/Westend61

Akkustand des Handys ist entscheidend

Auch der Akkustand spielt eine Rolle. Der Verband rät, den Ladezustand möglichst über 50 Prozent zu halten, um plötzliche Ausfälle zu vermeiden. Zusätzlich sollten Stöße, Stürze oder Druckbelastungen vermieden werden. Kaltes Displayglas ist spröde und kann schneller springen. Wärmeisolierende Hüllen, etwa aus Neopren, bieten zusätzlichen Schutz vor Kälte und Nässe.

Die Minusgrade machen sich nicht nur beim Akku bemerkbar. Große Kälte kann auch die Bedienung beeinträchtigen: Touchscreens reagieren träger, Flüssigkristalle in Displays arbeiten langsamer. Die gute Nachricht: Sobald das Smartphone wieder wärmer wird, kehren Berührungsempfindlichkeit und Farbdarstellung in der Regel zurück.

Nur 51 Prozent der Nutzer schützen ihr Handy

Wie verbreitet die Probleme sind, zeigt eine repräsentative Umfrage von Bitkom Research. Demnach haben 68 Prozent der Smartphonenutzenden in Deutschland schon einmal Schwierigkeiten mit ihrem Gerät bei kaltem Wetter erlebt. Besonderen Schutz im Winter gönnt dem Handy allerdings nur gut jede und jeder Zweite (51 Prozent).

Ebenso viele ärgern sich darüber, dass sich Touchdisplays nicht grundsätzlich mit allen Handschuhen bedienen lassen, sondern nur mit Modellen mit leitfähigen Textilien oder Beschichtungen an den Fingern. 46 Prozent geben zudem an, ihr Smartphone draußen im Winter insgesamt seltener zu nutzen. Befragt wurden 1002 Menschen ab 16 Jahren.