Wer über Ostern Sonne am Mittelmeer eingeplant hatte, muss aktuell umdenken. Eine massive Unwetterlage sorgt in weiten Teilen Südeuropas für gefährliche Bedingungen. Besonders betroffen ist die Adria sowie große Teile von Italien und Kroatien.
Orkanböen an Kroatiens Küste: Behörden warnen vor Lebensgefahr
An der kroatischen Küste hat sich die Lage zuletzt dramatisch zugespitzt. Der staatliche Wetterdienst DHMZ warnt vor einer „extrem gefährlichen“ Wetterlage. Vor allem im Bereich des Velebit-Gebirges treten Orkanböen auf. Windgeschwindigkeiten von bis zu 165 Kilometern pro Stunde wurden gemeldet. Für Küstenregionen und den Schiffsverkehr besteht akute Lebensgefahr. Reisen in die Region werden derzeit ausdrücklich nicht empfohlen.
Auch in Italien verschärft sich die Situation spürbar. Wie der staatliche Sender Rai News berichtet, sorgen neue Tiefdruckausläufer für starke Regenfälle, Sturm und sinkende Temperaturen. Besonders entlang der Adriaküste treten heftige Böen auf, die durch den kalten Fallwind verstärkt werden. Dieser Wind, bekannt als Bora, kann innerhalb kurzer Zeit extreme Geschwindigkeiten erreichen und gilt als einer der Hauptgründe für die aktuelle Gefahrenlage.

Mehrere Regionen melden bereits konkrete Schäden. Laut Rai News kam es zu Erdrutschen und Überflutungen, einzelne Orte mussten evakuiert werden. In Nordostitalien sowie in südlichen Landesteilen kämpfen Einsatzkräfte mit Schlamm, beschädigter Infrastruktur und blockierten Straßen. Die Behörden haben in verschiedenen Regionen Warnstufen ausgerufen, darunter auch erhöhte Alarmstufen für Starkregen und Sturm.
Italien warnt vor Erdrutschen und extremer Wetterlage
Die italienische Katastrophenschutzbehörde Protezione Civile bestätigt die angespannte Lage. Demnach gelten in mehreren Landesteilen offizielle Unwetterwarnungen. Neben Starkregen wird auch vor Schneefall in höheren Lagen gewarnt. Die Kombination aus Regen, Wind und instabilen Böden erhöht das Risiko weiterer Erdrutsche deutlich.
Urlauber müssen sich auf Einschränkungen einstellen
Meteorologen sprechen von einer klassischen, aber intensiven Übergangswetterlage. Tiefdruckgebiete über dem Mittelmeer treffen auf kalte Luftmassen und sorgen für unbeständige Bedingungen. Für Urlauber bedeutet das vor allem Einschränkungen. Ein typischer Badeurlaub ist derzeit kaum möglich. Auch Städtereisen werden durch Regen und Sturm deutlich beeinträchtigt.


