Teures Tanken

Hohe Spritpreise bleiben: So können Autofahrer trotzdem sparen!

Experten erwarten vorerst keine deutliche Entlastung an der Zapfsäule. Geopolitische Konflikte treiben die Ölpreise weiter an.

Author - Tobias Esters
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Die Preise an deutschen Tankstellen bleiben hoch: Für einen Liter Super E10 müssen Autofahrer aktuell im Schnitt rund zwei Euro bezahlen – starke Schwankungen sind weiterhin möglich. (Symbolbild)
Die Preise an deutschen Tankstellen bleiben hoch: Für einen Liter Super E10 müssen Autofahrer aktuell im Schnitt rund zwei Euro bezahlen – starke Schwankungen sind weiterhin möglich. (Symbolbild)BREUEL-BILD/IMAGO

Viele Autofahrer hoffen jede Woche auf eine kleine Entlastung an der Zapfsäule. Doch die Aussichten sind aktuell eher düster. Nach Einschätzung mehrerer Top-Ökonomen müssen sich Verbraucher darauf einstellen, dass Benzin und Diesel auch in den kommenden Tagen teuer bleiben. Das berichtet bild.de unter Berufung auf verschiedene Wirtschaftsexperten.

Spritpreise bleiben auf hohem Niveau

Derzeit liegen die durchschnittlichen Preise laut ADAC bei rund 2,03 Euro für Super E10 und etwa 2,15 Euro für Diesel pro Liter. Damit sind die Preise zwar etwas unter den jüngsten Höchstständen, aber immer noch deutlich höher als vor der Eskalation im Nahen Osten.

Die großen Schwankungen haben vor allem mit der geopolitischen Lage zu tun. Die aktuellen Konflikte im Nahen Osten sorgen dafür, dass Ölpreise weltweit stark reagieren – und damit auch die Preise an deutschen Tankstellen.

Mehrere bekannte Wirtschaftswissenschaftler sehen aktuell wenig Chancen auf kurzfristige Entspannung. Laut bild.de erklärt Handelsexperte Gerrit Heinemann von der Hochschule Niederrhein, dass Autofahrer nicht darauf hoffen sollten, dass die Preise zum Wochenstart deutlich sinken. Selbst wenn sich einzelne Preise leicht bewegen, gehe es meist nur um wenige Cent.

Trotz des Iran-Kriegs sind die Spritpreise in Tschechien weniger stark gestiegen als in Deutschland.
Trotz des Iran-Kriegs sind die Spritpreise in Tschechien weniger stark gestiegen als in Deutschland.MedienServiceMüller/imago

Auch der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher, sieht keine schnelle Verbesserung. In dem Bericht erklärt er, die Preise an der Zapfsäule könnten weiterhin stark schwanken. Ursache seien vor allem politische Entscheidungen und internationale Konflikte, die die Märkte beeinflussen.

Mit einfachen Tricks beim Tanken Geld sparen

Ganz machtlos sind Autofahrer allerdings nicht. Experten empfehlen mehrere einfache Tricks, um zumindest ein paar Euro zu sparen.

Ein wichtiger Faktor ist die Uhrzeit: In Deutschland ist Tanken häufig am Abend deutlich günstiger als morgens oder nachts.

Auch der Standort spielt eine Rolle. Tankstellen an Autobahnen oder in touristischen Regionen verlangen oft höhere Preise. Wer stattdessen innerorts tankt oder Preise per App vergleicht, kann teilweise 20 bis 30 Cent pro Liter sparen.

Im europäischen Vergleich gehört Deutschland regelmäßig zu den Ländern mit relativ hohen Spritpreisen. Der Grund ist vor allem der hohe Steueranteil, der einen großen Teil des Endpreises ausmacht.

Allerdings können die Unterschiede innerhalb Europas stark ausfallen. In Tschechien und Polen ist Benzin oft deutlich günstiger als in Deutschland. In den Niederlanden hingegen müssen Autofahrer teilweise sogar noch mehr bezahlen als hierzulande.

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