Hertha BSC

Der Linus-Effekt! Doppeltes Duell und Gechter gewinnt trotzdem

Vor dem Heimspiel gegen den Tabellenzweiten SV Darmstadt steigt der Druck bei Hertha BSC, auch im Team. Wer hat im Konkurrenzkampf die Nase vorn?

Author - Wolfgang Heise
Teilen
Herthas Verteidiger Linus Gechter  duelliert sich gleich zweimal im Team mit Konkurrenten.
Herthas Verteidiger Linus Gechter duelliert sich gleich zweimal im Team mit Konkurrenten.IMAGO/speedshot

Bei Hertha BSC ist richtig Druck auf dem Kessel. Sonntag (13.30 Uhr) muss ein Heimsieg gegen den Tabellenzweiten SV Darmstadt 98 her, um noch eine Chance auf den Aufstieg zu haben. Doch auch in der Mannschaft wird die Spannung immer größer. Wer gewinnt die internen Konkurrenzkämpfe. Um diese vier Startelfplätze geht es.

Leistner gegen Gechter

Routinier Toni Leistner (35) war wegen seiner Rotsperre beim Rückrundenstart erstmal draußen. Zuletzt spielte Linus Gechter (21) als Innenverteidiger neben Marton Dardai (23). Beide Youngster haben es gut gemacht. Doch gegen die offensivstarken Lilien braucht Trainer Leitl ein Kopfballmonster. Toni Leistner ist eines. Das heißt aber nicht, dass Gechter auf die Bank muss, denn da gibt es das nächste Duell …

Gechter gegen Eitschberger

Der rechte Außenverteidiger Deyo Zeefuik (27) ist wegen seiner fünften Gelben Karte gesperrt. Wer ersetzt ihn? Julian Eitschberger (21) ist ein Kandidat, doch in der Hinrunde wurde Gechter von Leitl auf diese Position verschoben.

Leitl: „Das sind die Optionen, die wir haben.“ Tendenz: Gechter rückt nach rechts. So hat Leitl wenigstens die erfolgreiche Vierer-Kette aus der Hinrunde mit Gechter, Leistner, Dardai, Karbownik wieder zusammen.

Sessa gegen Klemens

Kevin Sessa (25) überzeugte beim 2:2 in Karlsruhe auf der Sechser-Position vor der Abwehr als Kennet-Eichhorn-Ersatz. Leitl lobt ihn: „Ich fand, dass Kevin seine Sache ordentlich gemacht hat. Er hatte einen Super-Ballgewinn, den Assist bei Fabian Reeses Tor. Kevin trainiert gut, von daher spricht nichts dagegen.“

Pascal Klemens drängt nach seiner Knöchel-Operation im Sommer jetzt in die Hertha-Startelf.
Pascal Klemens drängt nach seiner Knöchel-Operation im Sommer jetzt in die Hertha-Startelf.IMAGO/Sebastian Räppold/Matthias Koch

Doch Sessa ist gegen die körperlich robusten Darmstädter mit seinen 1,75 Metern im Nachteil. Konkurrent Pascal Klemens (20) ist elf Zentimeter größer. Leitl: „Wir haben ein Gegner, der sehr physisch stark ist, sehr große Spieler hat. Deswegen ist auf der Sechser-Position auch Pascal Klemens bei uns ein Thema.“

Kownacki gegen Schuler

Eine Grippe-Erkrankung warf Stürmer Nummer 1, Dawid Kownacki (28), in der Rückrundenvorbereitung zurück. Deswegen spielte Luca Schuler (26) beim 0:0 gegen Schalke und beim 2:2 in Karlsruhe in der Startelf. Doch er vergab viele Torchancen. Hier wird Leitl wohl wechseln, der Pole Kownacki hat seinen Fitnessrückstand aufgeholt.

Er soll Hertha in der Rückrunde in die Bundesliga zurückschießen. Sein Vorteil: Kownacki ist ein mitspielender Mittelstürmer, der sich auch mal im Mittelfeld selbst die Bälle abholt. Wichtig für ein schnelles Umschaltspiel, das Leitl von seinen Jungs sehen will.