Hertha BSC

Kownacki muss für den Aufstieg treffen, sonst ist er weg

Sonntag (13.30 Uhr) spielt Hertha BSC gegen Darmstadt. Stürmer Dawid Kownacki muss treffen, damit der Aufstieg noch möglich bleibt.

Author - Wolfgang Heise
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Dawid Kownacki spielte beim 2:2 in Karlsruhe ab der 66. Minute, doch als Joker traf er nicht für Hertha BSC.
Dawid Kownacki spielte beim 2:2 in Karlsruhe ab der 66. Minute, doch als Joker traf er nicht für Hertha BSC.IMAGO/Eibner-Pressefoto/Jan Prihoda

Beim 2:2 in Karlsruhe verballerte Luca Schuler (26) gleich drei Riesen-Torchancen. Sieg von Hertha BSC verschenkt! Jetzt muss der eigentliche Stürmer Nummer 1, Dawid Kownacki (28), ran und im Heimspiel am Sonntag (13.30 Uhr) gegen den SV Darmstadt 98 treffen und den Dreier sichern, sonst ist er im Sommer weg.

Kownacki: Kaufpflicht nur bei Aufstieg

Denn im Vertrag des Leihstürmers von Werder Bremen gibt es zwar eine anschließende Kaufpflicht im Sommer, aber nur, wenn Hertha aufsteigt. Klappt die Rückkehr in die Bundesliga nicht, muss der Pole zurück an die Weser.

Nach dem Holperstart in die Rückrunde mit zwei Unentschieden (0:0 gegen Schalke, 2:2 beim KSC) ist die Partie im Olympiastadion gegen den Tabellenzweiten aus Hessen wegweisend. Ein Sieg ist quasi Pflicht, um überhaupt noch in Reichweite der Aufstiegsplätze zu kommen. Bei einer Niederlage wächst der Rückstand auf den direkten Aufstiegsplatz 2 auf zehn Punkte.

Trainer Stefan Leitl hatte es schon gesagt: „Für unseren Anspruch und auch für die Leistungen sind zwei Punkte aus beiden bisherigen Spielen zu wenig. Jetzt steigt der Druck, besonders gegen Darmstadt.“

Hertha braucht endlich mehr Tore im Sturm. Gerade mal 23 Tore in 19 Liga-Spielen sind zu wenig. Zum Vergleich: Gegner Darmstadt hat 34 Treffer auf dem Konto, allein zwölf durch Torjäger Isac Lidberg.

Pechvogel Kownacki kämpft um den Durchbruch

Stürmer Dawid Kownacki im Gespräch mit Hertha-Trainer Stefan Leitl
Stürmer Dawid Kownacki im Gespräch mit Hertha-Trainer Stefan LeitlIMAGO/Sebastian Räppold/Matthias Koch

Bei Hertha konnte Kownacki noch nicht richtig durchstarten – bisher nur drei Tore. Im September setzte ihn eine Sprunggelenksverletzung außer Gefecht. Die Hoffnung auf Tore am Fließband war dahin. Die Ersatzmänner Luca Schuler (5 Tore) und Sebastian Grönning (3 Tore) waren nur mäßig erfolgreich. In der Rückrunde sollte alles besser werden.

Doch der nächste Rückschlag folgte: Statt mit ins Trainingslager nach Portugal zu fahren, musste Kownacki wegen eines Grippevirus das Bett hüten. Wieder mal Trainingsrückstand. Zum Rückrundenstart reichte es nur für Joker-Einsätze wegen der Fitness, die noch nicht ganz wieder da ist.

Doch damit ist jetzt Schluss: In dieser Trainingswoche schaut Leitl ganz genau auf die Stürmer, damit es endlich klappt. Tendenz: Der Pole wird in der Startelf stehen. Tore, Sieg, Hoffnung auf Aufstieg, sonst ist Kownacki im Sommer weg.